Security

Update-Panne: Microsoft zieht April-Patch nach Problemen zurück

Ein im Rahmen des April-Patchdays ausgeliefertes Update hat auf einigen Windows-Systemen dazu geführt, dass sich der Computer nicht mehr starten ließ. Auch Probleme mit bestimmten Programmen können auftreten. Microsoft hat den Patch inzwischen zurückgezogen und empfiehlt, das Update zu deinstallieren.

12.04.2013, 14:21 Uhr
Microsoft© Microsoft
Update-Panne bei Microsoft: Unter den am Dienstag im Rahmen des April-Patchdays ausgelieferten Software-Flicken befindet sich ein fehlerhafter Patch, der unter Windows 7 sowie Windows Server 2008 unter bestimmten Umständen zu Startproblemen führen kann. Auch ist es möglich, dass sich bestimmte Anwendungen nicht mehr laden lassen. Microsoft empfiehlt, das über das Security-Bulletin MS13-036 verteilte Update mit der KB-Nummer 2823324 nicht einzuspielen beziehungsweise umgehend zu entfernen.

Update muss manuell deinstalliert werden

Die richtige Vorgehensweise bei der Deinstallation erklärt der Software-Konzern in einem bebilderten Support-Beitrag. Am einfachsten gelingt dies über die Windows-Systemsteuerung und die Menüpunkte "Programme und Funktionen" sowie "Installierte Updates anzeigen". Dort kann der Patch (KB2823324) direkt wieder gelöscht werden.

Bei Computern, die sich nicht mehr hochfahren lassen, hilft hingegen zunächst nur das Drücken der "F8"-Taste während des Bootvorgangs und die Auswahl der Reparaturoption beziehungsweise Systemwiederherstellung. Alternativ lässt sich dafür auch die Windows-7-DVD bemühen, wobei von dieser ebenfalls zunächst gebootet werden muss. Nach dem Zurücksetzen des Systems auf den letzten Wiederherstellungspunkt kann dieses wieder regulär gestartet werden. Eher für erfahrene Nutzer eignet sich eine weitere Möglichkeit, bei der das Entfernen über die Kommandozeile unter Eingabe mehrerer Befehle erfolgt.

Probleme mit Kaspersky Anti-Virus bekannt

Bei welchen und wie vielen Programmen sich der Fix in unerwünschten Nebenwirkungen niederschlägt, ist nicht bekannt. Zumindest bei der Sicherheitssuite Kaspersky Anti-Virus kann das Update aber dazu führen, dass diese gültige Lizenzen nicht mehr erkennt und teilweise ihre Arbeit einstellt. Allerdings weist Microsoft darauf hin, dass es entgegen anderslautender Behauptungen einiger Anwender in keinem Fall zu Datenverlusten kommen könne. Auch seien nicht alle Windows-Nutzer von den Problemen betroffen.

Der Patch wurde inzwischen zurückgezogen und kann nicht mehr heruntergeladen werden. Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko soll dadurch nicht bestehen. So schließe das Update eine Schwachstelle, deren Gefahrenpotenzial als lediglich moderat eingestuft werde und zu deren Ausnutzung der direkte Zugang zum Computer nötig sei, erklärte Microsoft.

(Christian Wolf)

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