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Update für Windows 8.1 bringt Universal Windows Apps – Apps laufen auf allen Geräten

Update für Windows 8.1 am 8. April: In Zukunft können Anwendungen nicht nur auf Computer, Tablet und Smartphone laufen, sondern auch noch auf der Xbox. Auf allen Geräten läuft dann die gleiche Windows Runtime. Die Oberfläche einer Anwendung passt sich automatisch allen Bildschirmgrößen an.

02.04.2014, 22:13 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Microsoft hat im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz "Build 2014" auch einen Ausblick auf die Zukunft seiner Windows-Plattform gegeben. Das am 8. April erscheinende Update von Windows 8.1 ist genügsamer, es kommt nur noch mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Hauptspeicher aus, um auch auf günstigeren Tablets laufen zu können.

Versöhnung von Modern-Apps und klassischem Desktop

Vor allem soll das Update aber die Bedienung der Modern-Oberfläche mit Tastatur und Maus verbessern. So wird bei Bedarf die Windows-Taskbar eingeblendet, ein Wechsel zwischen Modern-Apps und klassischen Desktop-Anwendungen soll kein Problem mehr sein. Der Bereich Einstellungen ist bereits vom Startbildschirm aus erreichbar. Mit einem Rechtsklick auf eine Kachel erscheint ein Kontextmenü.

Die Neuerung mit der größten Tragweite dürfte aber die Einführung der Universal Windows Apps sein. In Zukunft können Anwendungen nicht nur auf Computer, Tablet und Smartphone laufen, sondern auch noch auf der Xbox. Auf allen Geräten läuft dann die gleiche Windows Runtime. Die Oberfläche einer Anwendung passt sich automatisch allen Bildschirmgrößen an.

Universal Windows Apps laufen auf allen Geräten

Eine solche App muss dann im Windows Store auch nur einmal gekauft und bezahlt werden, um auf einem Desktop-Rechner, aber auch auf einem Smartphone zu laufen. Das müssen nicht nur Spiele sein. Die Apps nutzen dann auch einen einzigen Kanal für Benachrichtigungen.

Ebenfalls gezeigt wurde die frühe Version eines neuen Office, das auf allen Geräten laufen und dort die gleichen Daten zur Verfügung haben wird, da diese in der Cloud liegen. Die neue Oberfläche zeigt viele Touch-Elemente – nicht nur in der Navigationsleiste, sondern auch im Dokument. Die Bedienung per Touchscreen wird auch für bestehende Windows-Anwendungen möglich sein. In einigen Fällen wird sich mit nur geringem Aufwand ein neues Interface aktivieren lassen.

Kinect zur Steuerung des Windows-PCs

Der Browser Internet Explorer 11 konzentriert sich vor allem auf Verbesserungen im Grafikbereich. Per WebGL werden 3D-Grafiken möglich sein. Auch können Videos direkt in einer Webseite abgespielt werden. Fotorealistische Grafiken, wie man sie von der Xbox One kennt, werden per DirectX 12 auch auf andere Plattformen übertragen – sogar auf das Windows Phone.

Der Touchscreen ist aber nur ein Schritt auf Microsofts Suche nach neuen Möglichkeiten, mit dem Computer zu interagieren. So werden sich Windows-Apps per Gestensteuerung über Kinect wie mit einer Maus steuern lassen – und das nicht nur auf der Xbox, sondern mit Kinect for Windows auch auf einem normalen Computer. Die Gestensteuerung lässt sich also nicht nur in Spielen nutzen, sondern vermehrt auch in anderen Anwendungen – zum Beispiel im Gesundheitsbereich.

Schließlich soll Windows auf weiteren Geräten Einzug halten. Microsoft spricht von "Windows on the Internet of Things". Intel hat eine kleine Platine entwickelt, auf der Windows läuft und die bei der Präsentation in einem Piano steckte. Bei diesem Einsatzszenario wird Windows kostenfrei angeboten sowie für alle Geräte, deren Bildschirme kleiner als neun Zoll sind.

(Peter Giesecke)

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