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Untreue-Verdacht bei HP Deutschland

Staatsanwälte haben wegen des Verdachts der Untreue Büroräume des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP) am deutschen Stammsitz in Böblingen durchsucht.

09.12.2009, 15:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Staatsanwälte haben wegen des Verdachts der Untreue Büroräume des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP) am deutschen Stammsitz in Böblingen durchsucht. Am vergangenen Mittwoch und Donnerstag (2./3.12.) wurden Unterlagen beschlagnahmt, wie eine Sprecherin von HP Europa sagte. Sie bestätigte damit entsprechende Medienberichte.
Eine Verhaftung bestätigt
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen, die von Dresden aus die Ermittlungen führt, wurden drei Mitarbeiter wegen des Verdachts der Untreue verhaftet, einer von ihnen in der Schweiz. Die HP-Sprecherin sagte, ihr sei nur eine Verhaftung in Dornach bei München bekannt. Der Betroffene sei der Geschäftsführer einer bereits aufgelösten HP-Gesellschaft - Internationales Sales Europe - für Geschäfte in Osteuropa gewesen.
Gegen insgesamt zehn Beteiligte wird nach Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft ermittelt. Ein Sprecher bestätigte entsprechende Berichte der "Süddeutschen Zeitung" und der "Sächsischen Zeitung", machte aber keine weitere Angaben zu den Personen.
Auslöser für die Ermittlungen sei eine Steuerprüfung bei einer Firma in Sachsen im Jahr 2007 gewesen, sagte er. Dabei seien Schein- und überhöhte Rechnungen gefunden worden, die Hewlett-Packard auf Veranlassung der Beschuldigten auch bezahlt habe. Das Geld sei dann über Briefkastenfirmen ins Ausland transferiert worden. Der Schaden betrage nach ersten Schätzungen etwa acht Millionen Euro, die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Das bei den Durchsuchungen sichergestellte Material müsse erst noch ausgewertet werden.

(Hayo Lücke)

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