TVs und Smartphones gefragt

Unterhaltungselektronik-Branche rechnet mit starkem Weihnachtsgeschäft

In diesem Jahr soll das Weihnachtsgeschäft laut Branchenverband gfu mehr als 30 Prozent des Jahresumsatzes ausmachen. Im Vergleich zum Vorjahr wird mit einem Umsatzplus gerechnet. Die Verkäufe von TV-Geräten entwickeln sich positiv.

Jörg Schamberg, 26.11.2016, 10:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Berlin/Nürnberg - Die Branche der Unterhaltungselektronik in Deutschland schaut mit großen Erwartungen auf das Weihnachtsgeschäft. Voraussichtlich werde das Umsatzvolumen rund 9,3 Milliarden Euro erreichen, das wäre ein Zuwachs um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Branchenverband gfu am Freitag mit. Das letzte Quartal ist traditionell das stärkste für die Branche. Laut den Prognosen dürfte es in diesem Jahr mehr als 30 Prozent des Jahresumsatzes ausmachen.

Stabile Verkaufszahlen bei TV-Geräten

Erstmals seit fünf Jahren entwickle sich in diesem Jahr auch das Geschäft mit TV-Geräten positiv, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, der dpa. Die Branche verzeichne stabile Verkaufszahlen bei gleichzeitig steigendem Durchschnittspreis.

Generell profitiere die Branche hierzulande von steigenden Einkommen, Rentenerhöhungen, der niedrigen Arbeitslosenquote sowie einem weiterhin bestehenden Ersatzbedarf etwa an TV-Geräten, sagte Kamp. Auch die Umstellung des Antennenfernsehens auf den neuen Standard DVB-T2 HD werde die Anschaffung neuer Geräte befördern.

55 Prozent wollen ein Smartphone kaufen

In einer Umfrage der gfu im Sommer gaben 55 Prozent der Befragten an, sich ein Smartphone kaufen zu wollen, 40 Prozent planten die Anschaffung eines TV-Geräts. Der Absatz von Smartphones sei zwar mit vier Prozent leicht rückläufig gewesen, der Durchschnittspreis stieg allerdings um fünf Prozent, sagte Kamp.

Wie aus den kürzlich veröffentlichten Absatzzahlen hervorging, gab es Zuwächse in diesem Jahr auch bei Audio-Komponenten, bei vernetzten Produkte und bei den sogenannten Wearables. Der Absatz von Desktop-PCs, Laptops und Tablets ging dagegen weiter zurück. In vielen Fällen werden PC-Funktionen inzwischen vom Smartphone übernommen, sagte Kamp.

Insgesamt erwartet die Branche, mit einem hohen Umsatzniveau um rund 27,5 Milliarden Euro das Jahr abzuschließen.

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