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Unnötiges Handy-Verbot in Krankenhäusern

Einer aktuellen Studie zufolge ist das Handy-Verbot in Krankenhäusern überflüssig. Die Forscher konnten nicht nachweisen, dass Mobiltelefone die Funktion der medizinischen Geräte beeinträchtigen.

12.03.2007, 12:31 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

In jedem Krankenhaus hängen Verbotsschilder, die den Gebrauch von Handys untersagen. Bislang wurde die Ansicht vertreten, dass Telefonate mit Mobiltelefonen die technischen Geräte in Kliniken stören und somit deren Funktion beeinträchtigen können. Dies konnten Wissenschaftler der Mayo Clinic in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota nun widerlegen.
Kein Einfluss auf Geräte
Demnach haben eingeschaltete Handys und Telefonate keinen erkennbaren Einfluss auf die Geräte in Krankenhäusern. Die Forscher hatten dazu im vergangenen Jahr fünf Monate lang rund 300 Versuche durchgeführt. Sie testeten zwei verschiedene Handy-Modelle an 192 medizinischen Apparaten, die jeweils mit den Patienten verbunden waren. Bei den Versuchen kam es zu keinerlei Problemen mit den Krankenhaus-Geräten.
Störung durch CD-Player
David Hayes, einer der Autoren der Studie, befürwortet aufgrund der Ergebnisse, das Handy-Verbot abzuschaffen. Er gab an, dass die Klinikleitung der Mayo Clinic gerade diskutiere, das Verbot innerhalb des Krankenhauses aufzuheben.
Offenbar können jedoch CD-Player die Funktion der Geräte stören. Laut der Publikation der Klinik beeinträchtigte ein CD-Player, den ein Patient während eines EKGs bei sich trug, die Aufzeichnung des Elektrokardiogramms. Nachdem der Player abgeschaltet wurde, habe sich die Aufzeichnung wieder normalisiert.

(Saskia Brintrup)

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