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Universal Music: Drei-Klassen-Gesellschaft für CDs

Die Plattenfirma Universal Music will mit einer neuen Preispolitik für ihre CDs in Europa der zunehmenden Konkurrenz durch das Internet begegnen.

08.07.2006, 09:31 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Plattenfirma Universal Music will mit einer neuen Preispolitik für ihre CDs in Europa der zunehmenden Konkurrenz durch das Internet begegnen. Ab September sollen CDs in drei verschieden ausgestatteten und abgestuft teuren Klassen kommen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Paris ankündigte. Die unverbindliche Preisempfehlung soll dann je Silberscheibe bei 9,99 Euro, 14,99 Euro oder 19,99 Euro liegen.
Von DeLuxe bis Taschenbuch
Neu herauskommende Universal-CDs sollen den Angaben zufolge im Rahmen eines "Standard"-Angebotes in der mittleren Preiskategorie angeboten werden. Dabei werden die gängigen Kristallboxen durch verstärkte, robustere Plastikhüllen ersetzt. Platten herausragender Künstler kommen in limitierten "DeLuxe"-Versionen mit Bonus-CDs oder Bonus-DVDs heraus. Sie zählen zur obersten Preisklasse. Ältere CDs vergleicht Universal mit Taschenbuch-Ausgaben von Bestsellern; sie werden als "Standard"-Modelle in schlanker Verpackung zum günstigsten Preis angeboten.
Immernoch 90 Prozent Anteil
Die Plattenindustrie kämpft seit Jahren mir rückläufigen Umsätzen. Gegen illegal aus dem Internet geladene oder per CD-Brenner raubkopierte Musik setzt die Branche auf legale Download-Angebote. Laut Universal machen CDs mit etwa 90 Prozent aber weiter den Löwenanteil des Geschäfts aus; sie sollen nun gegenüber der digitalen Musik durch eine liebevollere Aufmachung und eine klarere Preispolitik aufgewertet werden.

(Aleksandra Leon)

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