Gigabit-Republik

Unitymedia-Übernahme: Vodafone will Gigabit-Internet bundesweit anbieten

Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter verspricht nach der nun erfolgten Genehmigung zur Übernahme von Unitymedia, dass Gigabit-Internet in alle 16 Bundesländer kommt. Deutschland werde nun zur Gigabit-Republik.

Vodafone Ametsreiter Gigabit-RepublikVodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter will Gigabit-Internet für 25 Millionen Haushalte schaffen.© Vodafone GmbH

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272 Tage gewartet: Solange hatte die EU-Kommission die geplante Übernahme der Liberty Global Kabelnetze in Deutschland (Unitymedia), Tschechien, Ungarn und Rumänien durch Vodafone geprüft. Am Donnerstag gaben die Wettbewerbshüter in Brüssel dann die Genehmigung zur Fusion von Vodafone und Unitymedia. Vodafone muss allerdings Auflagen erfüllen. Durch den Deal werde die Vodafone-Gruppe zum größten Breitband- und Mobilfunkanbieter Europas. Der Düsseldorfer Mobilfunknetz- und Kabelnetzbetreiber hat sich per Pressemitteilung zur EU-Entscheidung geäußert.

Vodafone Deutschland-Chef: Wir bringen Gigabit in alle 16 Bundesländer

Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametesreiter freut sich und verspricht: "Wir machen Gigabit massentauglich. Wir machen Gigabit bezahlbar." Und weiter: "Ab heute können wir uns mit Unitymedia zusammenschließen. Ab heute wächst zusammen, was zusammengehört", so Ametsreiter. Der Vodafone-Manager kündigt an: "Jetzt kommt die Gigabit-Republik. Jetzt kommt unser Gigabit-Netz nach ganz Deutschland – in alle 16 Bundesländer." Unitymedia selbst hatte Gigabit-Internet in seinem Verbreitungsgebiet bislang nur in sechs Städten angeboten.

In den nächsten drei Jahren will Vodafone insgesamt 25 Millionen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit versorgen. In dieser Zahl sind die Unitymedia-Haushalte enthalten. Durch die Übernahme werde Vodafone für Deutschland einen "noch nie dagewesenen Infrastruktur-Schub" schaffen. "Und heute fangen wir damit an", so Ametsreiter.

Ganz ohne Auflagen ließ die EU-Kommission die Unitymedia-Übernahme aber nicht passieren. Vodafone muss sein Kabelnetz bundesweit für Telefónica Deutschland öffnen. Außerdem darf Vodafone die Gebühren für frei empfangbare Fernsehsender, die über das Kabelnetz übertragen werden, nicht erhöhen.

Vollzug des Kaufvertrags erfolgt Ende Juli

Nach der Genehmigung soll der Vollzug des Kaufvertrags (Closing) Ende Juli erfolgen. Mit diesem Schritt könne dann die Integration von Unitymedia beginnen. "Damit schaffen wir nach fast zwei Jahrzehnten der Trennung wieder ein vereinigtes Kabelnetz in ganz Deutschland. Und können Deutschland von einem der langsamsten zu einem der schnellsten Digitalstaaten auf dem Kontinent machen“, so Ametsreiter.

Update vom 18. Juli 2019, 15:23 Uhr: Erst einmal keine Änderungen für Unitymedia-Kunden

Auf seiner Webseite informiert Unitymedia seine Kunden im Bereich "Aktuelles" über die Übernahme durch Vodafone. Zunächst werde sich für Kunden nichts ändern, Unitymedia-Kunden würden weiterhin Unitymedia-Kunden bleiben. Auch alle Verträge, Laufzeiten, Tarife und Ansprechpartner im Kundenservice würden bis auf weiteres bestehen bleiben. Unitymedia weist zudem darauf hin, dass es wegen der Fusion kein Sonderkündigungsrecht gebe.

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Jörg Schamberg

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