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Unitymedia: Rekordwachstum bei Internet & Telefonie

Unitymedia meldet für das dritte Quartal Rekordzuwächse bei Internet- und Telefonie-Abonnements. Der Großteil der Haushalte ist bereits für 128 Mbit/s aufgerüstet. Trotz dieser Erfolge machte der Kölner Anbieter weiterhin Verlust.

03.11.2011, 16:24 Uhr
Internet Telefon TV© Unitymedia

Unitymedia kann sich über weiter steigende Abonnentenzahlen freuen. Der in Nordrhein-Westfalen und Hessen aktive Kabelnetzbetreiber gab am Donnerstag das Ergebnis für das dritte Jahres-Quartal bekannt. Rund 131.400 neue Abonnements und ein Wachstum auf knapp 6,4 Millionen Abos insgesamt verzeichnete das Kölner Unternehmen im Zeitraum von Juli bis September. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von 65 Prozent. Immer stärker nachgefragt wird Triple Play: Das Kombi-Angebot aus digitalem TV, Telefonie und Internet über Kabel nutzten Ende September 18,6 Prozent, ein Jahr zuvor betrug der Anteil erst 14,3 Prozent.

Rekordzuwachs bei Internet & Telefon

Besonders erfolgreich war Unitymedia erneut mit Abonnements für Internet und Telefonie. Rund 964.200 Kunden surfen inzwischen über das Kabelnetz im Internet, eine Steigerung um 69.600 Breitband-Abonnements innerhalb von drei Monaten. Das markiert einen neuen Rekordwert für die Kölner: Nie zuvor konnten sie in einem Quartal höhere Zuwachsraten erzielen.

Auf ähnlich hohem Niveau liegt das Wachstum bei den Telefon-Abonnements. Ende September zählte Unitymedia 961.400 Telefon-Abos, ein Plus von 68.900 neuen Verträgen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Internet- und Telefoniegeschäft um 57 beziehungsweise 55 Prozent zulegen. Bereits 95 Prozent aller 8,7 Millionen erreichbaren Haushalte sind rückkanalfähig ausgebaut. Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 128 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) stehen 7,3 Millionen Haushalten zur Verfügung, die auf den Breitbandübertragungsstandard EuroDOCSIS 3.0 aufgerüstet worden sind.

Zuwachs bei Digital-TV, hohe Kundenverluste beim analogen Kabelfernsehen

Auch beim digitalen TV-Angebot stehen die Zeichen weiter auf Wachstum: 55.400 Kunden wechselten vom analogen zum digitalen Fernsehen. Unitymedia erreicht damit in seinen Kabelnetzen eine Digitalisierungsquote von 38 Prozent, fast 1,69 Millionen Abonnements sind für den Empfang von Digital-TV registriert. Die Kehrseite der Medaille: Die Zahl der Nutzer von analogen Kabelfernsehen geht weiter zurück. Bis Ende September sank die Zahl der Analog-TV-Abos innerhalb von drei Monaten um 62.500 auf 2,77 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte das Geschäft mit dem analogen Kabel-TV sogar um 235.000 Abos. Insgesamt zählte Unitymedia Ende September knapp 4,5 Millionen Kabelfernseh-Abonnements. Um das TV-Geschäft anzukurbeln setzt Unitymedia verstärkt auf einen Ausbau seines HD-Angebots. Ab Mitte November sind beispielsweise die Sender ProSieben, Sat.1 und kabel eins in HD-Qualität empfangbar.

Unitymedia macht weiterhin Verluste

Die Umsätze im dritten Quartal lagen bei 259,5 Millionen Euro, eine Zunahme von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten neun Monaten dieses Jahres konnte Unitymedia 757,7 Millionen Euro erlösen. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) stieg bis Ende September dieses Jahres auf 16,70 Euro nach 15,17 Euro im Vorjahr. Das EBITDA, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent und lag im dritten Quartal bei 154,7 Millionen Euro. Trotz Rekordwachstum schrieb Unitymedia rote Zahlen: Im laufenden Geschäft machte der Kabelnetzbetreiber im dritten Quartal einen Verlust von 48,5 Millionen Euro nach 34 Millionen Euro im vorangegangen Quartal.

(Jörg Schamberg)

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