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Unitymedia KabelBW stoppt Kundenschwund bei Kabel-TV - 135.000 Horizon-Abonnements

Der Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia KabelBW bleibt auch im zweiten Quartal auf Wachstumskurs und konnte rund 124.000 neue Abonnenten gewinnen. Positiv entwickelte sich erstmals das Kabel-TV-Geschäft, Horizon sieht der Anbieter zudem als Zugpferd.

Internet Telefon TV© Unitymedia

Der in Köln ansässige Kabelnetzbetreiber Unitymedia KabelBW bleibt auf Wachstumskurs. Das Unternehmen legte am Mittwoch die Zahlen für das zweite Quartal von Anfang April bis Ende Juni vor. Demnach konnten Unitymedia und Kabel BW zusammen rund 124.000 neue Abonnenten für die Dienste Internet, Telefonie und Kabel-TV hinzugewinnen. Im ersten Quartal hatten sich allerdings sogar rund 127.000 neue Abonnenten für den Kabelnetzbetreiber entschieden. Der Umsatz legte im Zeitraum von April bis Ende Juni um fünf Prozent auf 504 Millionen Euro zu. Ende Juni verzeichneten die Kölner in ihrem Verbreitungsgebiet in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg insgesamt rund 7,1 Millionen Kunden, die mehr als 11,9 Millionen Dienste abonnierten.

Weiter Wachstum bei Internet und Telefonie

Ende Juni zählte Unitymedia Kabel BW rund 2,74 Millionen Internetkunden sowie 2,62 Millionen Telefonkunden. Das entspricht einem Zuwachs um rund 82.000 bzw. 42.000 neuen Abonnenten. Im Vergleich mit dem vorangegangenen Quartal ist das Wachstum allerdings nicht überragend. Im Internetbereich liegt der Abonnentenzuwachs auf nahezu unverändertem Niveau. Für die Telefonie über das Kabelnetz von Unitymedia KabelBW hatten sich im ersten Quartal dagegen mit rund 62.000 Abonnements noch erheblich mehr Kunden entschieden.

Fast jeder zweite Breitbandkunde der Kölner nutzt inzwischen Download-Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Noch in diesem Jahr wollen die Kölner zudem die maximale Surfgeschwindigkeit von 150 auf 200 Mbit/s erhöhen. Mit einem Anteil von 30,1 Prozent entscheiden sich immer mehr Kunden für ein Triple-Play-Paket und somit für eine Kombination von Internet, Telefon und TV. Der Anteil der Double-Play-Pakete liegt unverändert bei 8,1 Prozent. Einfache Single-Play-Pakete machen immer noch den Löwenanteil von 61,8 Prozent aus, der Trend geht aber eindeutig zur Buchung von Kombi-Paketen.

135.000 Horizon-Abonnements - Rückgang beim TV-Geschäft gestoppt

Die im vergangenen September an den Start gegangene Horizon-Plattform sieht der Kabelnetzbetreiber weiter als Erfolg. Bis Ende Juni stieg die Zahl der Horizon-Abonnements auf mehr als 135.000 an. Alleine im zweiten Quartal kamen rund 34.000 neue Abonnements hinzu. Den Dienst Horizon Go, der per entsprechender App den Empfang von derzeit 13 Sendern auch unterwegs ermöglicht, nutzten Ende Juni bereits mehr als 125.000 Kunden.

Positive Zahlen konnte Unitymedia KabelBW auch erstmals für den TV-Bereich vorlegen, der in den vergangenen Quartalen mit einem kontinuierlichem Kundenschwund zu kämpfen hatte. Im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni konnte das TV-Geschäft nun aber stabilisiert werden. Die Zahl der analogen Kabel-TV-Anschlüsse ging zwar um 10.300 zurück, gleichzeitig wurden 10.400 digitale Kabelanschlüsse hinzugewonnen. Unterm Strich ergibt sich immerhin ein minimales Plus von 100 Abonnements, insgesamt meldet der Anbieter knapp 6,6 Millionen Kabel-TV-Abonnements. Zum Ende des zweiten Quartals waren 1,2 Millionen Kunden mit HD-fähiger Hardware des Kabelnetzbetreibers ausgestattet. Zudem buchten nach Unternehmensangaben mehr als 800.000 Kunden die HD-Option, ein Zuwachs von 47.000 Kunden im zweiten Quartal.

Unterm Strich weiterhin rote Zahlen

Finanziell konnte Unitymedia KabelBW von dem Wachstum profitieren. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) kletterte im zweiten Quartal auf 21,40 Euro. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 504 Millionen Euro, die Kölner erzielten im ersten Halbjahr somit einen Umsatz von 1,01 Milliarden Euro – ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das EBITDA, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg im zweiten Quartal auf 315,6 Millionen Euro nach 312,6 Millionen Euro im vorangegangenen Quartal. Unterm Strich wies Unitymedia KabelBW aber mit einem Minus von 29,9 Millionen Euro weiterhin einen Verlust aus.

(Jörg Schamberg)

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