News

Unitymedia KabelBW: Mehr als 75.000 Horizon-Abonnenten - Höherer Verlust

Der Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia KabelBW konnte die Zahl seiner Internet- und Telefonkunden im vergangenen Jahr kräftig steigern. Das Unternehmen präsentierte am Freitag das Jahresergebnis 2013 und die Zahlen für das vierte Quartal.

14.02.2014, 13:08 Uhr
Internet Telefon TV© Unitymedia

2013 war für den Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia KabelBW erneut ein erfolgreiches Jahr. Das zum weltweit aktiven Kabelkonzern Liberty Global gehörende Unternehmen legte am Freitag das Jahresergebnis sowie die Zahlen für das vierte Quartal (PDF) vor. Die Zahl der Abonnements kletterte kräftig. Neue Informationen präsentierte der Kabelnetzbetreiber auch zur Nachfrage nach der im September gestarteten TV- und Entertainment-Plattform Horizon.

2,6 Millionen Internetkunden

Die Kölner sind mit ihrer Marke Unitymedia in Nordrhein-Westfalen und Hessen, mit der Schwestermarke Kabel BW in Baden-Württemberg aktiv. Als Wachstumtreiber erwiesen sich weiterhin Angebote zu Internet, Telefonie und Digital-TV. Ende Dezember 2013 verzeichnete Unitymedia KabelBW insgesamt rund 11,7 Millionen Abonnements für seine verschiedenen Dienste, ein Plus von 5 Prozent bzw. eine Zunahme um rund 558.000 Abonnements im Vergleich zum Vorjahr. Im Weihnachtsquartal von Anfang Oktober bis Ende Dezember konnte das Unternehmen rund 136.000 neue Abonnements vermarkten.

Die Gesamtzahl der Kunden beider Marken lag zum Jahresende bei rund 7,1 Millionen, das Kundenwachstum von Januar bis Dezember 2013 fiel unter dem Strich mit knapp 21.000 Neukunden vor allem wegen des erneut schwächelnden analogen Kabel-TV-Geschäfts aber eher bescheiden aus. Der Trend geht zu Abonnements von Kombi-Diensten: Bereits 37 Prozent der Kunden nutzen zwei oder mehr Produkte des Anbieters in Form von 2play- oder 3play-Paketen.

Die Zahl der Internet-Abonnements stieg im vierten Quartal um rund 89.000 auf knapp 2,6 Millionen, ein Plus von gut 360.000 Internet-Verträgen innerhalb eines Jahres. Ähnlich stark verlief die Nachfrage nach den Telefonie-Produkten: 73.000 neue Telefonie-Abonnements kamen im vierten Quartal hinzu, auf Sicht eines Jahres eine Zunahme um rund 285.000 auf 2,5 Millionen Telefonie-Verträge.

Mehr als 75.000 Horizon-Abonnements

Im klassischen Geschäft mit dem Kabelfernsehen verlor Unitymedia KabelBW aber weiterhin Kunden. Die Zahl der Analog-TV-Abonnements ging innerhalb von zwölf Monaten bis Ende Dezember um rund 137.000 zurück, während der Anbieter im gleichen Zeitraum lediglich 49.000 neue Abonnements für digitales Fernsehen vermarkten konnte. Die Gesamtzahl der TV-Abonnements sank unter dem Strich um rund 88.000 auf 6,6 Millionen.

Neuen Schwung für die Kabelfernseh-Sparte erhofft sich der Kabelnetzbetreiber von Horizon. Seit dem Start im September des vergangenen Jahres verzeichnet Unitymedia KabelBW bis Anfang Februar dieses Jahres mehr als 75.000 Horizon-Abonnements. Positive Entwicklung für das Unternehmen: Mehr als die Hälfte der Horizon-Abonnenten hat sich für das umfangreichste, aber auch teuerste Triple-Play-Paket 3play Premium 150 entschieden, das neben einer bis zu 150 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) schnellen Internet-Flat, auch eine Festnetz-Flat, TV-Angebote und den Horizon HD Recorder beinhaltet. Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte soll Horizon auch in Baden-Württemberg an den Start gehen. Punkten können die Kölner auch mit ihrem HD-Angebot: Mehr als eine Millionen Kunden nutzen HD-fähige Hardware des Anbieters, außerdem haben im vergangenen Jahr 690.000 Kunden die HD Option zum Empfang zusätzlicher HD-Sender gebucht.

Umsatz steigt um 7 Prozent - Verlust von 259,3 Millionen Euro

Unitymedia KabelBW steigerte 2013 den Umsatz um 7 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro, der Umsatz im Weihnachtsquartal erreichte 494,2 Millionen. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) stieg im vierten Quartal auf 20,68 Euro. Das EBITDA, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, legte um 9 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro zu. Trotz der vielen guten Zahlen verbuchte der Kabelnetzbetreiber zum Jahresende einen Verlust von rund 285,7 Millionen Euro nach einem Minus von 259,3 Millionen Euro im Vorjahr.

"Die Strategie, unseren Kunden die riesige Vielfalt an Angeboten für Unterhaltung und Information durch schnelle, zuverlässige Internetverbindungen einfach und bequem zugänglich zu machen, trifft bei den Kundenbedürfnissen voll ins Schwarze", erläutert Unitymedia KabelBW-Chef Lutz Schüler das vorgelegte Ergebnis. "Damit einher geht eine zunehmend höhere Zahlungsbereitschaft unserer Kunden für schnelles Breitbandinternet und höherwertige Fernsehangebote wie HDTV oder Horizon", so Schüler weiter. In diesem Jahr will Unitymedia KabelBW sein Produktangebot ausbauen sowie "weiter in die Kundenzufriedenheit und Servicequalität investieren".

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang