Streit beigelegt

Unitymedia: Deutschlandradio-Programme bald wieder im Kabel verfügbar

Der Streit um Einspeiseentgelte zwischen Unitymedia und Deutschlandradio ist beendet. Beide Seiten einigten sich darauf, dass die Sender Deutschlandradio, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Nova wieder ins Kabelnetz eingespeist werden.

Unitymedia© Unitymedia GmbH

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und der Programmanbieter Deutschlandradio einen Streit um Einspeiseentgelte beigelegt. Man habe sich einvernehmlich auf eine langfristige Vereinbarung geeinigt, teilten beide Seiten am Dienstag in Köln mit. Bei der Auseinandersetzung vor verschiedenen Gerichten ging es um Geld, das der Netzbetreiber für die Übermittlung der Radioprogramme haben und welches das Deutschlandradio nicht zahlen wollte. Die Radiogruppe pochte auf eine Pflicht zur unentgeltlichen Einspeisung, Unitymedia dagegen wollte eine technische Dienstleistung vergütet haben.

Deutschlandradio und Deutschlandfunk ab 2020 wieder im Kabel empfangbar

Anfang 2019 wurde die Verbreitung der Hörfunkprogramme Deutschlandradio, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Nova über TV-Kabel von Unitymedia eingestellt - dies betraf Kabelkunden in dem Marktgebiet des Regionalanbieters, also in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Diese Auswirkungen sind bald Geschichte: Anfang 2020 werden die Programme wieder digital übertragen. Neu hinzu kommt der Sonderkanal Dokumente & Debatten. Wie viel das Deutschlandradio zahlt für die Einspeisung, wurde nicht bekannt.

Die allermeisten Radiohörer in den drei Bundesländern waren von dem Streit nicht betroffen. Denn laut dem "Digitalisierungsbericht Audio 2018" der Landesmedienanstalten nutzen nur 2,2 Prozent der Radiohörer hauptsächlich TV-Kabel als Empfangsweg, die wichtigsten Kanäle sind hingegen Ukw - also Funk - und das Internet.

Unitymedia war in diesem Sommer vom großen Konkurrenten Vodafone geschluckt worden. Im Kabelnetz von Vodafone - also außerhalb der drei genannten Bundesländer - waren die Deutschlandradio-Programme stets zu hören, hier gab es keinen Streit in der gleichen Schärfe.

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Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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