ANGA COM

Unitymedia-Chef: Gigabit-Speed im Kabelnetz ab 2017 denkbar

Lutz Schüler, Chef des Kabelnetzbetreibers Unitymedia, äußerte sich im Rahmen einer Presseveranstaltung auf der Fachmesse ANGA COM zu den Plänen für die Einführung von DOCSIS 3.1, Internet mit Gigabit-Speed, zu WifiSpots und geplanten Neuanschlüssen von Gebieten.

Unitymedia-Chef Lutz SchülerUnitymedia-Chef Lutz Schüler sieht den Kabelnetzbetreiber mit 400 Mbit/s aktuell gut aufgestellt.© i12 GmbH

Köln – Der Kölner Kabelnetzbetreiber Unitymedia (www.unitymedia.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
) ist auf der Fachmesse ANGA COM mit einem großen Stand vertreten. Die Messe eröffnete am Dienstag ihre Tore in den Kölner Messehallen. Im Rahmen eines Pressegesprächs informierte Unitymedia-Chef Lutz Schüler unter anderem über die Highspeed-Pläne des Anbieters.

Unitymedia mit 400 Mbit/s gut positioniert

Die schnellsten Internetzugänge per Kabelnetz mit bis zu 400 Mbit/s im Download würden von rund 10 Prozent der Neukunden gebucht. Unitymedia sei mit dieser Surfgeschwindigkeit einer der führenden Anbieter in Deutschland und gut positioniert. Die Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
) bietet bei Nutzung von VDSL mit Vectoring maximal 100 Mbit/s, im Kabelnetz von Vodafone (www.vodafone.de/kabel Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
) ist die Download-Bandbreite derzeit noch auf 200 Mbit/s begrenzt.

Die derzeitige Kapazität des Kabelnetzes ermögliche technisch rund 50 Prozent der Kabelkunden eine Nutzung von Internet mit 400 Mbit/s – auf Basis des Übertragungsstandards DOCSIS 3.0. Allerdings arbeitet Unitymedia bereits mit Hochdruck an der Implementierung des Nachfolgestandards DOCSIS 3.1. Der Austausch der Netzkomponenten und die Umrüstung auf DOCSIS 3.1 sei gestartet. Zwar ist laut Unitymedia auch mit DOCSIS 3.0 eine Realisierung von Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s möglich, dies sei aber nicht effizient.

DOCSIS 3.1 wohl erst 2018 auf breiter Front - Gigabit-Speed aber schon vorher möglich

Bis die Kunden allerdings Internetzugänge mit Gigabit-Speed bei dem Kabelnetzbetreiber auf Grundlage von DOCSIS 3.1 buchen können, wird es aber offenbar noch einige Zeit dauern. Wenn es 2017 notwendig wäre, um sich hinsichtlich der Geschwindigkeit von anderen Anbietern abzusetzen, so könne Gigabit-Geschwindigkeit bereits im kommenden Jahr eingeführt werden. DOCSIS 3.1 werde aber voraussichtlich erst 2018 auf breiter Front kommen. Lutz Schüler betonte, dass es immer auch auf die Nachfrage der Kunden ankomme. Das gelte auch für Ultra HD: Wenn es nachgefragt werde, wollen die Kölner dies anbieten.

Unitymedia-Kunden mit durchschnittlich 86 GB Datenvolumen pro Monat - keine Drosselung geplant

Immer höhere Bandbreiten, immer höhere Bildqualität und eine große Nachfrage nach Video-Inhalten treibt das Datenvolumen im Kabelnetz stetig weiter nach oben. Der Durchschnittsverbrauch eines Unitymedia-Kunden liege laut Schüler bei 86 GB im Monat. Das ist weit über dem bundesweiten Durchschnitt eines klassischen Internetnutzers, für den die Bundesnetzagentur einen monatlichen Datenverbrauch von rund 13 GB ermittelt hat. Pro Jahr würde das durchschnittlich genutzte Datenvolumen bei dem Kabelnetzbetreiber um 50 Prozent ansteigen. Eine Drosselung der Bandbreite bei Erreichen eines bestimmten Datenvolumens sei aber keineswegs angedacht. Dennoch sei der durch die steigende Nachfrage kontinuierlich erforderliche Netzausbau kostspielig. Für die Zukunft schloss Schüler mögliche Preiserhöhungen daher nicht kategorisch aus.

Einführung von WifiSpots ab dem Sommer - Ausbau von 250.000 Neuanschlüssen

Unitymedia will unter anderem seinen Fokus auch auf Mobilität setzen. Im Sommer schaltet der Kabelnetzbetreiber mit der Einführung von WifiSpots auf den WLAN-Routern seiner Internet-Kunden ein separates öffentliches Gast-WLAN-Netz frei, das von anderen Unitymedia-Kunden genutzt werden kann. Hierfür stellt Unitymedia zusätzliche Bandbreite zur Verfügung. Es bleibe bei der automatischen Einführung des neuen Features, Kunden müssen aktiv widersprechen bzw. den WifiSpot online im Kundencenter oder per Hotline deaktivieren. Schüler gab erneut zu, dass bei der Kundenkommunikation Fehler gemacht worden seien. Doch man habe daraus gelernt. Kunden dürften die Router - beispielsweise während eines Urlaubs – auch ausschalten können. Bisher seien nur eine relativ geringe Zahl von Widersprüchen bei dem Kabelnetzbetreiber eingegangen. Unitymedia will in diesem Jahr rund 1,5 Millionen WifiSpots realisieren.

Bis zum Jahresende plant Unitymedia zudem 250.000 Neuanschlüsse in bislang nicht mit Kabel erschlossenen Gebieten. Das sei ein neues Feld für das Unternehmen, es gebe dazu bei dem Kabelnetzbetreiber inzwischen sogar einen eigenen Geschäftsbereich. Schüler sieht hier durchaus Wachstumsmöglichkeit. Im kommenden Jahr seien eventuell sogar mehr als 250.000 Neuanschlüsse angedacht.

Keine strategischen Übernahmen geplant - organisches Wachstum ist das Ziel

Eine Notwendigkeit zur Übernahme von kleineren Kabelnetzbetreibern sieht der Unitymedia-Chef nicht. Unitymedia habe genug Potential in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg, um weiter organisch wachsen zu können. Strategische Übernahmen stehen daher nicht auf der Tagesordnung.

Auf die Frage, ob die Streaming-Dienste Netflix und Amazon möglicherweise in die Horizon-Plattform von Unitymedia eingebunden werden, gab sich Schüler zurückhaltend. Mit Netflix laufen offenbar Gespräche, eine Realisierung ist aber offenbar nicht in greifbarer Nähe.

Jörg Schamberg

Lesen Sie alles Wichtige von onlinekosten.de - auf Wunsch per WhatsApp direkt auf dem Handy. Whatsapp-Newsletter Wöchentlichen Newsletter
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang