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United Internet will weitere Unternehmen schlucken

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth kündigte in einem Interview mit dem "Manager Magazin" weitere Übernahmen an. Für 435 Millionen Euro wurden gerade 10 Prozent von Rocket Internet übernommen, für eine Milliarde Euro die restlichen 75 Prozent von Versatel.

09.10.2014, 11:16 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Für 435 Millionen Euro hat United Internet gerade 10 Prozent von Rocket Internet übernommen, für eine Milliarde Euro die restlichen 75 Prozent von Versatel. Doch das ist nicht genug. Unternehmens-Chef Ralph Dommermuth kündigte in einem Interview mit dem "Manager Magazin" weitere Übernahmen an.

Funktioniert. Aber wehe, wenn nicht

Dommermuth hat United Internet maßgeblich aufgebaut und hält immer noch 40 Prozent der Anteile. Zuerst wurden mit aggressiver Werbung Verträge der Deutsche Telekom verkauft, später wurde technisches Know-How durch die Übernahme von Schlund+Partner eingekauft.

Diese beiden Qualitäten beherrscht United Internet noch immer: Technik und Marketing. In der Regel funktioniert alles zuverlässig - und wenn nicht, dann hängt der Kunde in der Warteschleife. Aufwand wird vor allem für die Gewinnung von Neukunden getrieben.

Kleinere Unternehmen im Fokus

Den meisten Kunden ist das Unternehmen vor allem durch die Marken 1&1, GMX und web.de bekannt. Zuerst wurde hauptsächlich Webhosting und E-Mail angeboten, später auch Mobilfunk. Doch als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber nutzt 1&1 zwar die Mobilfunkmasten von Vodafone, aber auch eigene Technik - anders als ein reiner Mobilfunk Service Provider. Zugleich war dies eine Abwendung von der Telekom.

Mit der kompletten Übernahme von Versatel bietet United Internet nun auch eigene Breitbandanschlüsse an und betreibt nach eigenen Angaben das zweitgrößte Glasfasernetz Deutschlands.

Der Einstieg bei Rocket Internet ist dagegen auf den ersten Blick nicht ganz so plausibel. Hier wird es nicht nur um eine Investition im Vorfeld des Börsengangs gegangen sein. United Internet erhält auch Zugriff auf Startups und ihre Dienste. In diese Richtung könnten auch die von Dommermuth angekündigten Übernahmen gehen. "Es wird weitere Chancen geben, kleinere Anbieter zu übernehmen", so Dommermuth im Interview.

(Peter Giesecke)

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