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United Internet übernimmt UK-Hoster Fasthosts

Der britische Markt konsolidiert sich: United übernimmt Fasthosts für knapp 90 Millionen Euro und avanciert zur Nummer Eins auf der Insel.

10.05.2006, 15:41 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Die United Internet AG (1&1, GMX, Schlund, Web.de) wird den britischen Hoster Fasthosts Internet Ltd. übernehmen. Wie das Unternehmen mitteilte, hat sich United mit den Anteilseignern auf die Übernahme durch ein Unternehmen der United Internet Gruppe geeinigt. Damit baut United den Marktanteil auf der Insel deutlich aus.
Enger Markt
Fasthosts zählt mit einem Jahresumsatz von etwa 20 Millionen Pfund (gut 29 Millionen Euro) und über einer Million gehosteten Domains zusammen mit der englischen United-Tochter 1&1 UK und dem bisherigen Marktführer Pipex (Marken "1,2,3 Reg", "Don Host", "WebFusion") zu den drei größten Anbietern auf der Insel. Die Übernahme führt zu einer weiteren Konsolidierung des britischen Marktes mit United an der Spitze.
United kann insbesondere von Fasthosts Resellergeschäft profitieren; in diesem auf der Insel wichtigen Segment ist die 1&1 bisher nicht aktiv. Die Übernahme soll nach Angaben eines United-Sprechers keine Folgen für die rund 100 Mitarbeiter in England haben. Das operative Geschäft laufe weiter wie gewohnt, hieß es dazu heute aus Montabaur, auch würden die Rechenzentren weiter betrieben. Eine Verlagerung der Server nach Deutschland sei nicht geplant.
90 Millionen Euro
Die zuständigen Gremien der United Internet Gruppe haben der Transaktion bereits zugestimmt. Die Übernahme wird voraussichtlich noch im Mai 2006 vollzogen. United beziffert den Unternehmenswert des Übernahmekandidaten auf 61,5 Millionen Pfund (knapp 90 Millionen Euro). Der Kaufpreis wird nach Unternehmensangaben vollständig in bar beglichen.
Der Fasthost-Gründer und derzeitige CEO, Andrew Michael, bleibt zunächst an Bord. Nach Informationen von onlinekosten.de soll Michael das Unternehmen allerdings im Herbst verlassen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, soll United ihm den Abschied mit einem Aktienpaket im Wert von vier Millionen Pfund (5,9 Millionen Euro) versüßen.

(Volker Briegleb)

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