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United Internet: Kräftiges Kundenplus dank DSL und mobilem Internet

Die Muttergesellschaft von 1&1, Web.de und GMX konnte im ersten Quartal sowohl Umsatz, Gewinn als auch Kundenzahlen steigern. United Internet bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2013.

21.05.2013, 12:15 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

United Internet, die Muttergesellschaft des Internetanbieters und Webhosters 1&1 sowie von Marken wie GMX und web.de, sieht sich auf Kurs. Der Konzern aus Montabaur legte am Dienstag die Bilanzzahlen für das erste Quartal (PDF) des laufenden Jahres vor. Demnach steigerte das Unternehmen sowohl Umsatz und Gewinn als auch die Zahl der Kunden. Insgesamt verzeichnete United Internet mit seinen Geschäftssparten Access (Internetzugänge) und Applications (Webhosting und Mail-Dienste) Ende März 12,37 Millionen kostenpflichtige Kundenverträge, ein Plus von 330.000 Verträgen gegenüber dem ersten Quartal 2012. Die Zahl der werbefinanzierten, kostenlosen Accounts stieg auf 31,69 Millionen an.

Zuwachs bei mobilem Internet und DSL

United Internet steigerte die Zahl der vermarkteten Internetzugänge in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 210.000 auf 4,93 Millionen. Mobiles Internet nutzten Ende März 1,57 Millionen Kunden, ein Plus von 160.000 gegenüber dem vorangegangenen Quartal. Im Weihnachtsquartal hatte United Internet jedoch noch 170.000 mobile Internetverträge vermitteln können.

Dafür konnte der Konzern stärker bei DSL-Komplettpaketen punkten, die um 100.000 auf 2,89 Millionen zulegten. Das stellt ein Plus von 20.000 Paketen im Vergleich mit dem Zeitraum von Oktober bis Dezember 2012 dar. Weiter rückläufig war im ersten Quartal dagegen die Zahl der Schmalband- bzw. Resalekunden. Sie sank in den ersten drei Monaten um 50.000 auf 470.000.

Applications-Sparte legt weiter zu

Positiv auch die Entwicklung im Geschäft mit Applications: Im ersten Quartal verzeichnete United Internet mit insgesamt 33,85 Millionen Accounts 170.000 mehr Consumer-Applikationen. Auf Premium-Mail-Dienste wie beispielsweise den Web.de Club entfielen Ende März 1,93 Millionen Abonnements. Das noch neue Geschäft mit De-Mail-Adressen nutzten erst 60.000 private Kunden. An Businesskunden vermarktete das Unternehmen aus dem Westerwald im ersten Quartal insgesamt 5,28 Millionen Applications-Verträge, eine Zunahme von 80.000 gegenüber dem Weihnachtsquartal.

Mehr Umsatz und Gewinn - Prognose für Gesamtjahr 2013 bestätigt

Auch die Finanzdaten spiegeln den Wachstumskurs wieder. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte das United Internet im Vergleich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 29,5 Prozent auf 91,3 Millionen Euro. Der Konzern überraschte zudem mit einem Gewinnsprung vor Zinsen und Steuern: Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 68,8 Millionen Euro und damit 20 Millionen Euro höher als vor einem Jahr. Auch der Umsatz legte kräftig um 9,2 Prozent auf 629,7 Millionen Euro zu. Die Investitionen in neue Geschäftsfelder gingen dank steigender Kundenzahlen von 36,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 28,7 Millionen Euro zurück. Der Free-Cashflow lag bei 76,9 Millionen nach lediglich 11 Millionen Euro vor einem Jahr. Die Zahl der Mitarbeiter von United Internet stieg innerhalb von zwölf Monaten bis Ende März um 586 auf 6.361 Beschäftigte.

"Vor diesem Hintergrund bestätigen wir auch unsere Prognosen für das Gesamtjahr 2013 und erwarten unverändert, dass die Zahl unserer kostenpflichtigen Kundenverträge um circa 1 Million und unser Umsatz um circa 10 Prozent zulegen wird", erläutert Konzernchef Ralph Dommermuth. Das EBITDA aus etablierten Geschäftsfeldern soll in diesem Jahr auf circa 500 Millionen Euro steigen. Rund 20 Prozent davon dienen laut Dommermuth zur Finanzierung aus den Anlaufverlusten mit den neuen Geschäftsfeldern De-Mail und der "1&1 Do-It-Yourself"-Homepage.

(Jörg Schamberg)

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