Mehr Wettbewerb

United-Internet-Chef drängt auf viertes Mobilfunknetz für Deutschland

Ralph Dommermuth, Chef des Internetkonzerns United Internet, spricht sich für die erneute Etablierung eines vierten Mobilfunknetzes in Deutschland aus. Seit der Fusion von O2 und E-Plus gibt es nur noch drei Mobilfunknetze in Deutschland. Vor der anstehenden 5G-Frequenzauktion müssten die Weichen entsprechend gestellt werden.

Sendemast© VRD / Fotolia.com

Berlin - Vor der nächsten Frequenzauktion hat sich der Internet-Manager Ralph Dommermuth für ein viertes Mobilfunknetz in Deutschland ausgesprochen. "Die Politik sollte sich wieder für ein viertes Mobilfunknetz entscheiden, damit mehr Wettbewerb möglich wird", sagte der Gründer und Chef der United Internet AG (1&1, GMX) der Zeitung "Die Welt". Dafür müssten aber die entsprechenden Weichen in den Vergabebedingungen gestellt werden.

5G-Frequenzauktion könnte noch 2018 starten

Die Bundesnetzagentur bereitet die Bedingungen für die Vergabe der Frequenzen vor, auf die dann ein Mobilfunknetz der fünften Generation (5G) aufgesetzt werden soll. Der Chef der Netzagentur, Jochen Homann, hält den Angaben zufolge eine Versteigerung vor Jahresende für möglich. Wer sich an der Auktion neben den Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica noch beteiligen werde, sei derzeit unklar.

5G bietet nicht nur Höchstgeschwindigkeiten bis zu zehn Gigabit pro Sekunde. Die Technik erlaubt auch ein viel höheres Datenvolumen pro Quadratkilometer je Mobilfunkstation. CDU, CSU und SPD haben sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, mit den Versteigerungserlösen der 5G-Lizenzen einen Investitionsfonds einzurichten, der für den Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verfügung steht.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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