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Unerwünschte Telefonwerbung: Trotz höherer Bußgelder weiterhin tausendfache Beschwerden

Die Beschwerden über unerwünschte Telefonwerbung sind 2014 laut "Saarbrücker Zeitung" etwas zurückgegangen. Unklar ist aber noch, ob dies auf die Erhöhung des Bußgeldrahmens zurückzuführen ist.

22.12.2014, 10:46 Uhr (Quelle: DPA)
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Trotz der seit 2013 geltenden höheren Bußgelder gegen unerwünschte Telefonwerbung werden nach einem Zeitungsbericht Bürger immer noch tausendfach durch solche Werbeanrufe belästigt. Die Bundesnetzagentur habe in diesem Jahr bis Oktober 22.028 schriftliche Beschwerden dazu registriert, berichtet die "Saarbrücker Zeitung" (Montag) unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen.

Grüne fordern Gesetzesverschärfung

Zwar waren das demnach - auch hochgerechnet auf das Jahr - etwas weniger als die 33.147 Klagen von 2013. Es sei aber nicht klar, ob der Rückgang auf die Erhöhung des Bußgeldrahmens zurückzuführen sei.

Seit vergangenem Jahr kann die Netzagentur Strafen bis 300.000 Euro verhängen. Telefonwerbung ist nur bei vorheriger Einwilligung durch den Angerufenen zulässig.

Die Grünen-Expertin Bärbel Höhn forderte eine weitere Gesetzesverschärfung: Solange Verträge aus unerlaubten Anrufen "nicht der schriftlichen Bestätigung bedürfen, werden die entsprechenden Firmen weiter ihr Abzockmodell durchziehen", sagte sie der Zeitung.

(Jörg Schamberg)

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  • Hmm Zuletzt kommentiert von Ashrak2014 am 22.12.2014 um 12:50 Uhr
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