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Umsatz im Aufwind: Brillen erobern das Internet

Bücher und Smartphones gehen weg wie geschnittenes Brot - aber Korrektionsbrillen aus dem Internet stecken hierzulande noch in den Kinderschuhen. Zu groß ist die Angst vor schlechter Sehversorgung. Aber das wird sich ändern, so Netzoptiker-Chef Stephan Heßlich.

26.03.2013, 09:44 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Das Geschäft der Optiker mit Korrektionsbrillen ist bisher nur wenig vom Internet verändert worden, jetzt nimmt der Online-Wettbewerb zu. So will der Internet-Anbieter Netzoptiker in diesem Jahr seinen Absatz individuell angefertigter Brillen mit Sehstärke auf 100.000 Stück verdoppeln, wie Geschäftsführer Stephan Heßlich der dpa sagte.

Web-Optik hierzulande noch in Kinderschuhen

Klarer Marktführer im deutschen Online-Geschäft mit Sehhilfen war im vergangenen Jahr der Anbieter Brille24 mit 270.000 verkauften Korrektionsbrillen. Das bescherte dem Unternehmen einen Marktanteil von 77 Prozent im Online-Geschäft. Insgesamt ist der Internet-Markt aber noch klein: Alles in allem wurden in Deutschland im vergangenen Jahr knapp 11,7 Millionen Brillen verkauft.

Es dauere länger als ursprünglich erwartet, das Online-Geschäft in Gang zu bringen, räumte Heßlich ein. "Ich glaube, alle Player haben unterschätzt, dass es nicht ganz so einfach ist, das Produkt Brille online zu vermarkten." Optiker-Dienstleistungen würden von Verbrauchern nach wie vor als Fall für den stationären Handel wahrgenommen.

Zugleich sei es mit moderner Technologie auch für Online-Anbieter durchaus möglich, selbst komplexe Gleitsichtbrillen korrekt anzupassen, argumentiert Heßlich. Bei Netzoptiker liege die Rücksende-Quote beim fertigen Produkt bei fünf Prozent. Als Internet-Anbieter könne man aber einen Preisvorteil von rund 30 Prozent bieten.

(Dorothee Monreal)

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