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Umfrage: Weihnachtsgrüße am liebsten per Telefon

Die Mehrheit der Deutschen bevorzugt die klassische Art der Weihnachtsgrüße: per Telefon, Brief oder Postkarte. Jüngere setzen laut einer Umfrage des BITKOM-Verbandes dagegen auf E-Mail, SMS und Community-Postings.

24.12.2010, 09:44 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Die vierte Kerze auf dem Adventskranz brennt, das Weihnachtsfest im tief verschneiten Deutschland steht vor der Tür. Wer Verwandte und Freunde über Weihnachten nicht persönlich sieht, möchte wenigstens Weihnachtsgrüße ausrichten. Das Marktforschungsinstitut Aris Umfrageforschung hat im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM eine repräsentative Umfrage mit 1.003 Personen ab 14 Jahren durchgeführt und wollte wissen, wie die Deutschen am liebsten ihre Weihnachtsgrüße übermitteln.

Direkter Kontakt statt elektronischer Grüße

Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten rufen ihre Verwandten und Bekannten zum Weihnachtsfest an. Immerhin mehr als jeder zweite (52 Prozent) möchte Briefe oder Postkarten schicken. Die elektronische, eher unpersönlich wirkende, Grußübermittlung hinkt deutlich hinterher: jeder vierte Deutsche (26 Prozent) will Mails schreiben, jeder fünfte (20 Prozent) eine knappe SMS per Handy schicken. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Anteil derjenigen, die Grüße per E-Mail verschicken, jedoch weiter abgenommen. Im Jahr 2008 lag dieser noch bei 33 Prozent, im vergangenen Jahr war er bereits auf 28 Prozent gesunken. "Die meisten jungen Menschen nutzen gleichermaßen klassische wie elektronische Mittel, um ihre Weihnachtsgrüße zu versenden. Mail, Internet und SMS ergänzen den Gruß per Postkarte oder Telefon, aber verdrängen sie nicht", so BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Schließlich grüßen elf Prozent in Form eines Eintrags im Internet, beispielsweise in einem Blog oder einer Community. "Teenager nutzen für Weihnachtsgrüße mittlerweile lieber soziale Netzwerke als E-Mails", so Scheer weiter. Denn nur 30 Prozent aller Befragten unter 20 Jahre schreiben eine E-Mail zu Weihnachten. Knapp 50 Prozent der Personen zwischen 20 und 30 Jahren schreibt dagegen gerne eine E-Mail zum Fest. Bei den Bundesbürgern über 60 Jahren nutzt nur jeder Zehnte die elektronische Post. Zwei Prozent der Befragten versenden überhaupt keine Weihnachtsgrüße.

Frauen schreiben lieber Briefe, Männer rufen häufiger an

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Briefe- und gleich geblieben. Frauen (59 Prozent) schreiben dabei häufiger als Männer (44 Prozent). Dafür rufen Männer häufiger an oder schreiben eine SMS oder E-Mail. Einen Einfluss auf die Art der Weihnachtsgrußübermittlung hat auch die Schulbildung. Während 61 Prozent der Personen mit Hauptschualabschluss klassische Weihnachtsgrüße verschickt, bevorzugen diesen Grußweg nur 49 Prozent der Befragten mit Realabschluss sowie 52 Prozent mit Abitur.

(Jörg Schamberg)

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