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Umfrage: Vorsicht ist der beste Phishing-Schutz

Gegen Phishing-Attacken hilft nach Ansicht nahezu jedes zweiten Internetnutzers vor allem eigene Vorsicht. Das ergab eine aktuelle Umfrage im deutschsprachigen Web. Von Antiviren-Software und Firewalls halten die meisten Befragten wenig.

04.02.2012, 15:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Viele Internetnutzer wollen sich vor allem mit ihrem Gespür gegen Passwort-Diebstahl schützen. Als bestes Mittel dafür sehen 45 Prozent ein aufmerksames und vorsichtiges Verhalten. Technische Maßnahmen wie Firewall und Antivirus-Software nennen deutlich weniger. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid unter rund 1.000 deutschen Internetnutzern im Auftrag von Microsoft hervor.

Rund ein Fünftel vertrauen Schutzprogrammen

Beim Phishing versuchen Kriminelle, vertrauliche Daten von Nutzern zu erlangen - häufig indem sie per Mail auf eine gefälschte Webseite locken und dort beispielsweise zur Eingabe von Kontodaten auffordern. Als besten Schutz gegen Passwortklau nannten 23 Prozent der Befragten ein Antivirus-Programm, 18 Prozent eine Firewall. Jeder zehnte setzt auf eine "aktuelle Browserversion mit Aktivierung aller Sicherheitsfunktionen". Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage nicht möglich. Auch wurde nicht abgefragt, welche Maßnahmen die Befragten tatsächlich einsetzen.

Die meisten Nutzer kennen die Gefahren im Netz durchaus. Neun von zehn sind Viren, Trojaner und Spam zumindest dem Namen nach bekannt. Phishing - also das Stehlen von Nutzerdaten mit Hilfe von gefälschten E-Mails oder präparierten Webseiten - sagt mehr als der Hälfte (55 Prozent) etwas.

Firefox hat besten Ruf

Wenn es um die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre bei Browsern geht, hat Firefox den besten Ruf: 37 Prozent der Befragten vertrauen der Mozilla-Software hier am meisten. Nahezu gleichauf liegen Microsoft mit dem Internet Explorer (23 Prozent) und Google mit Chrome (21 Prozent). Nur ein gutes Drittel der Befragten (35 Prozent) hat sich allerdings bewusst für einen Browser entschieden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät im Kampf gegen Phishing zu einem aufmerksamen Umgang mit E-Mails, aber auch zum Einsatz von Antivirus-Software und einer Firewall. Zudem sollten Nutzer das Betriebssystem und Anwendungsprogramme wie den Browser laufend aktualisieren, heißt es in einem BSI-Ratgeber. Ausführliche Informationen finden sich darüber hinaus auch auf unserer Hintergrundseite zum Thema Phishing.

(Christian Wolf)

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