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Ultrabooks: Dell steigt ein, Toshiba addiert UMTS

Das Dell XPS 13 hält sich im Schlafmodus selbständig mit neuen E-Mails und Facebook-Updates auf dem Laufenden und Toshiba bietet als erster Ultrabooks mit UMTS/HSDPA-Modul an. Die Business-Laptops wiegen unter 1,2 Kilogramm.

11.01.2012, 12:04 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Anlässlich der CES in Las Vegas regnet es weiterhin neue Ultrabooks. Der texanische Computer-Hersteller Dell steigt mit dem XPS 13 nun doch in das Geschäft mit den schlanken Notebooks ein, die unter gemeinsamer Flagge den Massenmarkt erobern möchten. Toshiba hingegen war einer der ersten und zeigte sein Portégé Z830 bereits auf der IFA im September. Jetzt folgen zwei weitere Modelle der Business-Serie mit entspiegeltem Display, beide mit UMTS-Modul - die ersten ihrer Art.

Dell XPS 13 - Leichtgewicht mit Beleuchtung

Dell hielt sich zum Thema Ultrabook in den vergangenen Monaten bedeckt und verstärkte stattdessen die XPS-Laptop-Serie mit einem flachen und leistungsstarkem Modell: dem Dell XPS 14z (Test) mit optischem Laufwerk. Mit knapp 2 Kilogramm (kg) ist der 14-Zöller jedoch deutlich schwerer als ein typisches Ultrabook. Die Idee, ein möglichst großes Display in ein kompaktes Gehäuse zu integrieren, übernimmt Dell auch beim neuen XPS 13. Dem Hersteller zufolge soll das Ultrabook bezüglich der Abmessungen (316 x 205 x 6 bis 18 Millimeter) mit einem 11-Zoll-Subnotebook mithalten können, jedoch einen 13,3 Zoll großen Bildschirm liefern. Leichter wird das Notebook mit Aluminium-Deckel durch die Verwendung eines Carbonfaser-Bodys und startet je nach Bestückung bei 1,36 kg.

Verglastes Display und Glas-Touchpad

Das immer häufiger verwendete Gorilla-Glas von Corning schützt den Bildschirm mit 1.366x768 Pixeln vor Kratzern und auch der Trend zur beleuchteten Tastatur findet sich beim Dell XPS 13. Das Multigesten-Touchpad besteht ebenfalls aus Glas.

Angeboten wird das Ultrabook wahlweise mit einem Intel Core i5-2467M Dual-Core-Prozessor mit 1,6 Gigahertz (GHz) oder dem Zweikerner i7-2637M mit 1,7 GHz, 4 Gigabyte (GB) DDR3-Arbeitsspeicher und einer SSD mit einer Kapazität von 128 oder 256 GB. Hinzu kommen 100 GB kostenloser Cloud-Speicher in Dells DataSafe. Eine dedizierte Grafikkarte ist nicht vorgesehen, beide Konfigurationen stützen sich auf den integrierten Intel Chip HD 3000. Einen Ethernet-Port besitzt das XPS 13 offenbar nicht, kommuniziert wird ausschließlich über WLAN (802.11 a/b/g/n) beziehungsweise Bluetooth. Peripherie lässt sich an einem USB-3.0-Port, einer USB-2.0-Schnittstelle und einem Mini-Display-Port anschließen. Einen Speicherkartenleser gibt es nicht.

Mit einem 6-Zellen-Akku kann der Nutzer – einen Intel Core i5 vorausgesetzt – laut Dell bis zu knapp 9 Stunden arbeiten. Eine Sitzung aus dem Ruhezustand wiederherzustellen, soll nur wenige Sekunden dauern. Im Schlafmodus versorgt sich der Rechner selbständig mit Updates aus Facebook und Twitter sowie eingehenden E-Mails, indem er in regelmäßigen Abständen kurz aufwacht, was sich Intel Smart Connect nennt.

Um auch Geschäftskunden anzusprechen, bietet Dell das XPS 13 auf Wunsch mit einem Trusted Platform Module (TPM) und speziellem Support an. In den Staaten wird das Ultrabook Ende Februar ab 999 US-Dollar (etwa 782 Euro) erhältlich sein. Weitere Regionen sollen im März folgen.

Weitere Ultrabooks auf Seite 2: Toshiba Portégé Z830-10E und Portégé Z830-10K mit UMTS/HSDPA.

Eins der leichtesten Ultrabooks ist das Toshiba Portégé Z830-10J, das mit einem Preis von 1.099 Euro den Auftakt der entsprechenden Toshiba Serie bildete. Zur CES steuert der japanische Hersteller zwei neue und teurere Konfigurationen mit UMTS-Modul für mobiles Internet bei.

Spitzenmodell mit Fingerabdruckleser

Als erste der bislang vorgestellten Ultrabooks lassen sich die beiden Portégés für Datenverbindungen über HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde nutzen. Ist kein UMTS-Netz verfügbar, lässt sich notfalls auf GPRS/EDGE zurückgreifen. Im Gegensatz zu vielen anderen auf Diät gesetzten Notebooks bringen die Ultrabooks auch einen Gigabit-LAN-Anschluss mit, komplettiert durch WLAN und Bluetooth.

Wie das erste Seriengerät setzt das Spitzenmodell Portégé Z830-10E auf ein mattiertes und 13,3 Zoll großes Display mit 1.366x768 Bildpunkten, 4 GB RAM und eine SSD mit 128 GB Speicherplatz. Etwas stärker fällt die CPU aus: Eingebaut ist ein Intel Core i5-2557M mit 1,7 GHz und Intel HD 3000 Grafikchip. Außerdem hat Toshiba ein TPM und einen Fingerabdruckleser für Business-Nutzer hinzugefügt. Bestückt mit Windows 7 Professional 64-bit schlägt das Portégé Z830-10E mit 1.449 Euro zu Buche.

100 Euro günstiger ist das Portégé Z830-10K, das auf den Fingerabdruckleser sowie TPM verzichtet und mit einem Intel Core i5-2467M Prozessor mit 1,6 GHz Taktfrequenz rechnet. Beide Ultrabooks bieten zudem einen SD-Kartenleser, eine USB-3.0-Schnittstelle, 2x USB 2.0, HDMI und VGA sowie eine beleuchtete Tastatur und werden mit zweijähriger Toshiba Garantie ausgeliefert. Weitere Information zu Toshibas Notebook-Serie liefert unser Ultrabook Hands-on.

(Saskia Brintrup)

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