Hochauflösende Bilder

UHD gegen Full-HD: So viele sehen einen Unterschied

Immer mehr Fernseher mit UHD-Auflösung stehen im Fachhandel. Wirkliche Vorteile bringt die höhere Auflösung bislang aber kaum. Nur zusammen mit anderen Technologien wie HDR und hochauflösendem Filmmaterial ist der Unterschied zu Full-HD wirklich sichtbar.

Marcel Petritz, 26.08.2016, 10:29 Uhr (Quelle: DPA)
fernsehen© Serg Zastavkin / Fotolia.com

Berlin - Obwohl es immer mehr Fernseher in UHD-Auflösung (3.840 zu 2.160 Pixel) gibt, haben Full-HD-Modelle (1.920 zu 1.080 Pixel) längst nicht ausgedient. Solange es nämlich kaum Filmmaterial in der hohen Auflösung gibt, merken Fernsehzuschauer vom Qualitätssprung wenig. Darauf weist die Stiftung Warentest ("test", Ausgabe 9/2016) hin. Die Experten setzten dafür 24 Testpersonen vor verschieden große Fernseher und spielten sowohl Full-HD als auch UHD-Material vor. Weniger als die Hälfte der Probanden konnte überhaupt sicher einen Unterschied zwischen den beiden Qualitätsstufen erkennen.

UHD verbraucht mehr Strom

Ein häufiges Werbeargument für den Kauf eines UHD-Fernsehers ist auch der Sehabstand. Demnach solle durch das bessere Bild eine größere Nähe zum Fernseher möglich sein - und somit auch große Fernseher in kleinere Wohnungen passen. Im Test wählten die Probanden allerdings in etwa den gleichen Abstand zum TV-Gerät wie bei Full-HD-Modellen. Entsprechend sollte man einen funktionierenden Full-HD-Fernseher noch nicht vorschnell ausmustern, raten die Tester - zumal die neuen Geräte häufig auch mehr Strom verbrauchen. Bei den im Test genutzten 140-Zentimeter-Modellen lag der Stromverbrauch der UHD-Geräte rund ein Drittel über dem vergleichbarer Full-HD-Geräte.

Erste HDR-Filme

Wenn allerdings ohnehin eine Neuanschaffung ansteht, sollte ein Modell gewählt werden, das bereits HDR-Material anzeigen kann, raten die Warentester. HDR steht für erweiterten Kontrast im Bild und ermöglicht die Anzeige natürlicherer Farben. Erste Filme in hoher Auflösung und mit HDR gibt es bereits - allerdings nicht im TV sondern bei Streamingdiensten und Video-on-demand-Anbietern.

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