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Übernahme von E-Plus: Telefónica macht EU-Kartellbehörde Zugeständnisse

Bis zum 23. Juni will die EU-Kartellbehörde über die Milliarden-Fusion von Telefónica und E-Plus entscheiden. Telefónica geht nun selbst auf die Behörde zu und hat Zugeständnisse gemacht.

11.04.2014, 18:01 Uhr
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Im vergangenen Sommer hatte Telefónica die Übernahme von E-Plus angekündigt. Die EU-Kommission hat dem Deal im Umfang von 8,6 Milliarden Euro bislang aber noch kein grünes Licht erteilt.

Entscheidung bis zum 23. Juni

Stattdessen prüfen die Kartellbehörden den Kauf des Mobilfunk-Rivalen derzeit genau. Telefónica will ein Scheitern der Übernahme unter allen Umständen verhindern und wird nun selbst aktiv. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters teilte die EU-Kommission am Freitag mit, dass Telefónica der Kartellbehörde Zugeständnisse angeboten habe.

Konkrete Details gab Brüssel nicht bekannt. Die Wettbewerbswächter wollen bis zum 23. Juni über die geplante Fusion der beiden Mobilfunknetzbetreiber entscheiden. Telefónica hält eine positive Entscheidung weiter für möglich: "Wir bleiben zuversichtlich, dass wir die Genehmigung für die Übernahme im zweiten Quartal erhalten werden", zitiert Reuters einen Konzernsprecher.

Die EU-Kommission hatte Bedenken wegen möglicher steigender Mobilfunkpreise in Deutschland als Folge der Fusion geäußert. Telefónica Deutschland könnte solche Befürchtungen aber zerstreuen, in dem das zum spanischen Telefónica-Konzern gehörende Unternehmen beispielsweise Marken oder Funkfrequenzen abgibt.

(Jörg Schamberg)

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