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Übernahme-Coup bei den Mobilfunkern

Sonntags sind die Geschäfte zwar geschlossen, das hält Drillisch aber nicht vom Einkaufsbummel ab: Der Mobilfunk-Serviceprovider übernimmt jetzt Telco.

15.01.2007, 14:47 Uhr
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Sonntags sind die Geschäfte zwar geschlossen, das hält die Drillisch AG aber nicht vom Einkaufsbummel ab. Der Mobilfunk-Serviceprovider gab am gestrigen Sonntagabend die Übernahme der Telco Services GmbH bekannt. Erst kürzlich hatte das Unternehmen aus Idstein sein Mobilfunk-Angebot aufgefrischt, jetzt gehen alle Gesellschaftsanteile an die ehemalige Konkurrenz aus Krefeld – vorausgesetzt, das Bundeskartellamt billigt die Transaktion und die so genannte Due Diligence Prüfung war erfolgreich, bei der das Vertragsobjekt noch mal eingehend unter die Lupe genommen wird.
300.000 Kunden mehr
Telco hatte bislang mit seinem Mobilfunk-Angebot aller vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 rund 300.000 Kunden gewinnen können. Mit der Übernahme des Idsteiner Unternehmens wächst die Gesamtkundenzahl der Drillisch AG Unternehmensangaben zufolge auf mehr als zwei Millionen an. Davon werden nach der Akquisition über 850.000 Vertragskunden sein. Damit soll Drillisch dann einen Marktanteil von mehr als zehn Prozent erreichen. Über den Kaufpreis für den Erwerb sämtlicher Gesellschaftsanteile von Telco haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart.
Aus drei mach vier
Die Drillisch AG fungiert als Holding und vereint mehrere Unternehmen unter ihrem Dach. Das aktive Mobilfunk-Geschäft wurde bislang von Alphatel, vorwiegend mit Prepaid-Geschäft, Victorvox, in erster Linie mit Postpaid-Angeboten und simply für Discountprodukte ausgeübt. Neben der Kundenstruktur, sei auch das Händlernetzwerk ein wichtiger Aspekt für die Telco-Übernahme gewesen, teilt Drillisch mit. Über die verstärkte Vertriebsplattform wolle man den Kunden künftig weitere attraktive Angebote unterbreiten. Nähere Angaben, wie diese Angebote aussehen werden, konnten auf Anfrage unserer Redaktion jedoch nicht gemacht werden. Auch ist bislang unklar, ob Telco als Marke bestehen bleiben wird.

(Aleksandra Leon)

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