News

TwoGo: SAP-App bringt Kollegen gemeinsam ins Auto

Jeden Tag Stau und in jedem Wagen nur eine Person - das stresst Nerven und Geldbeutel. Die SAP-Anwendung TwoGo soll hier Abhilfe in Kollegenteams schaffen - oder auch in den Teams benachbarter Unternehmen.

29.04.2013, 16:14 Uhr (Quelle: DPA)
Netzwerk© TheSupe87 / Fotolia.com

Deutschland bewegt sich - und nicht nur im sportlichen Sinn. Ein einzelner Berufspendler fährt jeden Tag durchschnittlich 46 Kilometer zur Arbeit und zurück und zahlt dafür rund 22 Euro. Das hat der Software-Hersteller SAP jetzt ermittelt. Und das ganze rund 32 Millionen Mal, denn so viele Arbeitnehmer pendeln offenbar pro Arbeitstag zwischen Wohnort und Arbeitsplatz hin und her.

Auch Nachbarn können Fahrteams bilden

Klarer Fall, so SAP: Fahrgemeinschaften sparen Geld und schonen die Umwelt. Mit der Software "TwoGo by SAP", die der DAX-Konzern am Montag in Walldorf vorstellte, können Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens Fahrgemeinschaften für den Weg zur Arbeit suchen oder selbst anbieten. Die Walldorfer nutzen die Anwendung seit Juli 2011 im eigenen Konzern, wo sie offenbar gut angenommen wird.

Die Lösung soll auf verschiedenen Smartphones und Tablets nutzbar sein, um möglichst viele Nutzer zu erreichen. Auch im Internet und über Kalenderanwendungen wie Microsoft Outlook ist sie verfügbar.

Mitarbeiter von Unternehmen, die die mehrsprachige Cloud-Lösung lizensiert haben, können sich online anmelden und ihre Vorlieben für Fahrgemeinschaften eingeben, beispielsweise den gewünschten Radius um ihren Wohnort, die Uhrzeit für die Hin- und Rückfahrt und ob sie bereit sind, die Autobahn zu verlassen, um unterwegs Mitfahrer aufzunehmen.

Und damit gewährleiste ist, dass jeder nach der Arbeit auch wieder nach Hause kommt, soll ein Algorithmus dafür sorgen, dass kein Kollege ohne Rückfahrt dasteht. Kommuniziert wird über E-Mail oder SMS.

SAP zufolge ist die Anwendung für Unternehmen jeder Größe geeignet. Ist die Mitarbeiterzahl gering, können die Teams auch Gemeinschaften mit benachbarten Unternehmen bilden. Angenehmer Nebeneffekt, so der Konzern: Auch Kollegen, die sich im Arbeitsalltag kaum über den Weg laufen, kommen auf diesem Wege miteinander in Kontakt.

(Dorothee Monreal)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang