Hürden

Twitter will Spam-Bots das Leben schwer machen

Twitter will das Vorgehen gegen Spambot-Betreiber verschärfen, die automatisiert unerwünschte Nachrichten verschicken. Die Lösung, die der Kurznachrichtendienst erdacht hat, ist eigentlich recht simpel.

Melanie Zecher, 28.06.2018, 08:28 Uhr (Quelle: DPA)
Twitter© preto_perola / Fotolia.com

San Francisco - Twitter will es schwieriger machen, den Dienst für Falschnachrichten, Propaganda und anonyme Attacken zu missbrauchen. Der Kurznachrichtendienst wird künftig beim Einrichten eine neuen Profils die Bestätigung einer E-Mail-Adresse oder einer Telefonnummer verlangen. Das soll die Betreiber automatisierter Systeme abschrecken, die oft zehntausende Accounts steuern. Twitter kämpft schon seit Jahren gegen Betreiber solcher Spambot-Netzwerke.

Software registriert Millionen von verdächtigen Accounts

Zuletzt seien dabei Fortschritte erzielt worden, erklärte Twitter in einem Blogeintrag am Dienstag. Im Mai seien von Twitter-Software pro Woche rund 9,9 Millionen Accounts ausgemacht worden, die verdächtigt wurden, Spam zu versenden oder automatisiert zu funktionieren. Im Dezember seien es noch 6,4 Millionen Profile wöchentlich gewesen. Zugleich sei die Zahl täglicher Beschwerden über Spam-Tweets auf 17.000 im Mai von 25.000 noch im März gesunken, hieß es weiter.

Die Hürde soll höher gelegt werden

Der Zwang zur Bestätigung einer E-Mail-Adresse kann zwar nicht verhindern, dass falsche Twitter-Accounts angelegt werden. Allerdings könnte das die Hürde für das massenhafte Einrichten automatisierter Profile etwas höher setzen. Das Ziel von Twitter sei, dass jedes neu angelegte Profil einen einfachen Sicherheits-Check durchlaufe, hieß es. Durch jüngste Maßnahmen verhindere Twitter bereits die Einrichtung von mehr als 50.000 potenziellen Spam-Accounts täglich. Twitter hat insgesamt rund 330 Millionen aktive Nutzer.

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