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Twitter schluckt Online-Werbeprofi MoPub

Wer zukauft, wächst - und nur die Großen können überleben. Darum verleibt sich Twitter die Online-Werbefirma MoPub ein, ganz nach dem Beispiel von Google und Microsoft.

10.09.2013, 18:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Twitter baut sein Werbegeschäft aus. Der Kurznachrichtendienst kauft die drei Jahre alte Firma MoPub, die anderen Unternehmen hilft, Werbung in mobilen Apps zu schalten und zu verwalten. Es handelt sich um ein boomendes Geschäft, weil immer mehr Menschen mit einem Smartphone oder einem Tablet-Computer online gehen. Auch Twitter finanziert sich durch derartige Anzeigen.

350-Millionen-Dollar-Deal

Twitter und MoPub verkündeten den Kauf am späten Montag, nannten aber keinen Preis. US-Medien berichteten unter Berufung auf eingeweihte Personen von 300 Millionen bis 350 Millionen Dollar (bis zu 264 Millionen Euro). Es fließe aber kein Bargeld, stattdessen zahle Twitter in eigenen Anteilsscheinen, schrieb die Technologie-Website TechCrunch. MoPub erklärte, auch nach der Übernahme durch Twitter uneingeschränkt für seine bisherigen Kunden da sein zu wollen.

Microsoft nur wenig erfolgreich mit Aquantive

Zuvor hatten sich bereits andere namhafte Technologiekonzerne Verstärkung von Online-Werbespezialisten geholt, um ihre Einnahmen abzusichern. Google kaufte sehr erfolgreich DoubleClick, Microsoft verleibte sich weniger erfolgreich Aquantive ein.

Statt wie gewünscht mit Internetriese Google gleichzuziehen, bei dem dank Zukauf die Werbemilliarden flossen, tröpfelten die Einnahmen bei Microsoft nur. Der Windows-Konzern schrieb im Juli fast den gesamten damaligen Kaufpreis von 6,3 Milliarden Dollar ab.

(Dorothee Monreal)

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