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Twitter-Premiere: Tweets per MMS absetzen

Der britische Mobilfunkanbieter Orange ermöglicht seinen Kunden über den eigenen Dienst snapshot neben Textnachrichten auch Fotos direkt vom Handy an den Kurznachrichtendienst Twitter zu schicken.

17.11.2009, 11:33 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

"Die S-Bahn ist heute wieder mal zu spät". Solche und tausende andere mehr oder weniger wichtige Kurznachrichten sind täglich auf dem immer populärer werdenden Micro Blogging Dienst Twitter zu finden. Alleine in Deutschland sollen aktuell rund 1,8 Millionen Menschen twittern. Bislang lassen sich vom Handy nur Texte per SMS an das Portal senden. Für das Versenden von Bildern muss auf externe Dienste zurückgegriffen werden. Der britische Mobilfunkanbieter Orange bietet seinen Kunden nun mit snapshot einen eigenen Twitter-Bilderdienst an.
Fotos vom Handy twittern
Damit können Mobilfunk-Nutzer in Großbritannien erstmals von ihrem Handy auf einfache Art und Weise MMS direkt auf die Twitter-Plattform schicken. Dies erfolgt in drei Schritten: Ein auf dem Handy gespeichertes Foto wird ausgewählt, die Option "Senden per MMS" eingestellt und schließlich die MMS per Kurzwahl an die 86444 gesendet. Bei der ersten Nutzung von snapshot erhalten Anwender eine SMS, die die Mobilfunk-Kunden auffordert den Twitter-Nutzernamen und das dort verwendete Passwort anzugeben.
Deutsche Mobilfunk-Kunden müssen externe Programme nutzen
Als Kosten fallen nur die üblichen Gebühren für eine MMS an, der Kurznachrichtendienst selber erhebt dafür nach Angaben im offiziellen Twitter-Blog keine Extra-Gebühren. Über die gleiche Kurzwahl-Nummer konnten bislang bereits Kunden von Vodafone und o2 SMS-Nachrichten an Twitter senden.
Deutsche Kunden sind derzeit noch auf Dienste wie twitpic.com angewiesen, um Twitter-Nachrichten mit eigenen Fotos zu versehen. In dem Tweet selbst ist jeweils immer nur ein Link auf das hochgeladene Foto zu finden. Eine deutsche Version der Twitter-Webseite ist unterdessen in Planung. Bereits seit Anfang November steht neben einer englischen und japanischen Sprachversion auch eine spanische Twitter-Homepage zur Verfügung.

(Jörg Schamberg)

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