Falscher Hashtag

Twitter-Panne: Die Polizei bedauert diesen Tweet

Die Berliner Polizei bedauert einen Tweet mit dem Hashtag "#genderwahn". Zahlreiche Twitter-Nutzer haben die Wortwahl in der Kurzmitteilung kritisiert.

Marcel Petritz, 25.09.2017, 10:53 Uhr (Quelle: DPA)
PolizeiSymbolfoto© lassedesignen / Fotolia.com

Berlin - Mit einer umstrittenen Wortwahl im Internet hat die Berliner Polizei am Samstag spontanen Protest hervorgerufen. Die Polizisten hatten in einem Tweet zu Straßensperrungen beim Berlin-Marathon den Hashtag "#genderwahn" benutzt. Der abwertende Begriff, der auch von Rechtspopulisten verwendet wird und oft Fragen der Geschlechterbeziehungen ins Lächerliche zieht, stieß bei vielen Nutzern auf Unverständnis.

Tweet gelöscht

Die Polizisten hatten ihren Tweet geschlechtsneutral mit "Liebe Skatende, Biathletende und Kinder" eröffnet. Diese Formulierung habe man mit dem Hashtag gemeint, sagte ein Beamter des Social-Media-Teams der Berliner Polizei der Deutschen Presse-Agentur und sprach von einem Fauxpas. Der Vorfall sei "furchtbar peinlich". Die Polizei bedauerte ihren Post kurz darauf und löschte ihn.

"Das war ein Versehen... Hoffe ich"

Zahlreiche Nutzer kritisierten zwar nicht die Anrede, aber den Hashtag. "Versteckte Wahlwerbung? Was genau hat #Genderwahn da zu suchen?", schrieb ein Nutzer wohl mit Blick auf rechtsgerichtete Parteien, die den Begriff im Wahlkampf nutzen. "was hat das mit #berlinmarathon zu tun?", fragte jemand. Ein weiterer User schrieb:"Das war ein Versehen... Hoffe ich".

Einsicht bei der Polizei

Der Post sei "natürlich nicht politisch" gemeint gewesen, sagte der Social-Media-Beamte. Die Twitter-Polizisten hätten den Hashtag vorher nicht gründlich genug recherchiert. "Das war ein Fehler, das tut uns leid", erklärte der Polizist. Dann entschuldigte sich die Polizei auch bei ihren Followern: "Dieser Moment wo klar wird, dass der # falsch gewählt wurde. Maßnahmen: Löschung des 10 Uhr Tweets, Nachsitzen fürs Team, Sorry Community", twitterte die Polizei.

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