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Twitter Offers: Rabatt-Coupons einlösen, ohne sie vorzuzeigen

In den USA hat Twitter sein neues Angebot Offers gestartet, mit dem ein Kunde im Laden einen Rabatt-Coupon einlösen kann, ohne ihn vorzuzeigen. Er muss sich auch nicht online durch einen Retweet als Schnäppchenjäger outen. Alles geschieht nahtlos im Hintergrund.

27.11.2014, 11:46 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

In den USA hat Twitter sein neues Angebot Offers gestartet, mit dem ein Kunde im Laden einen Rabatt-Coupon einlösen kann, ohne ihn vorzuzeigen. Er muss sich auch nicht online durch einen Retweet als Schnäppchenjäger outen. Alles geschieht nahtlos im Hintergrund.

Nur einen Button anklicken

Aus Kundensicht ist es einfach: Wenn ein Händler einen Rabatt anbietet, findet sich im Tweet ein Get-offer-Button. Beim ersten Klick darauf muss der eigene Twitter-Account mit einer gültigen Kreditkarte verknüpft werden. Danach reicht der Klick auf den Button.

Nach dem Kauf im Onlineshop oder vor Ort im Laden mit derselben Kreditkarte wird der Rabatt automatisch auf der Karte gutgeschrieben. Der Kunde muss keinen Coupon vorzeigen, der Händler keine Prozente abziehen. Auf der Kredikartenabrechnung erscheinen dann der volle Kaufpreis und der Rabatt separat.

Twitter hat dann die Kreditkartendaten

Twitter sammelt also die Kreditkartendaten der Nutzer, erhält das Geld aber von den Geschäften. Das Unternehmen versucht nicht zum erstmal, seinen Dienst als Verkaufskanal zu etablieren. So konnten schon Rabatte eingelöst werden, wenn ein Tweet den passenden Hashtag enthielt. Es gab auch schon einen Buy-Button in speziellen Tweets.

Das Rabattgeschäft hat allerdings schon seine erste Hochphase hinter sich. Groupon war mit verlockenden Versprechen gestartet, die jedoch nie eingelöst wurden. Mittlerweile wurde ein neues Geschäftsmodell gefunden.

Derzeit nur in den USA

Neben den Direktzahlungen durch die Händler könnte der Wert von Twitter Offers auch darin liegen, die Kreditkarten der Kunden einzusammeln. In den USA werden viele Waren schließlich darüber bezahlt. Ein Händler, bei dem die Daten gespeichert sind und nicht neu eingegeben werden müssen, hat einen Vorteil. Amazon und Apple haben vorgemacht, wie das geht. Google tut sich immer noch schwer damit.

Twitter Offers lässt sich derzeit nur in den USA nutzen. Das Weihnachtsgeschäft kann durchaus als Testlauf gesehen werden. Momentan ist nur eine begrenzte Zahl an Händlern zugelassen. Im Erfolgsfall soll das Programm aber ausgeweitet werden.

Onlinekosten twittert unter twitter.com/onlinekosten. Folgen Sie uns.

(Peter Giesecke)

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