News

Twitter gibt seine Daten wieder Google

Nach vier Jahren erhält Google wieder Zugriff auf die Datenbank des Microblogging-Dienstes Twitter. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit der Sache vertraut sein sollen.

05.02.2015, 11:21 Uhr
Google© Google

Nach vier Jahren erhält Google wieder Zugriff auf die Datenbank des Microblogging-Dienstes Twitter. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf Personen, die mit der Sache vertraut sein sollen. Eine offizielle Bestätigung der beiden Unternehmen steht noch aus.

Datenbankzugriff statt Crawler

Vordergründig werden die Nutzer das daran merken, dass einzelne Tweets wieder in den Ergebnissen der Google-Suche auftauchen werden - und zwar schnell. Bislang musste Google einen Crawler bei Twitter vorbeischicken, aber noch im ersten Halbjahr 2015 soll das Unternehmen wieder direkt auf die Datenbank zugreifen können.

Der Vorteil für Google liegt auf der Hand. Ein schneller Zugriff ermöglicht eine Verbesserung der Suchfunktion mit Echtzeitdaten. Wenn bei einem besonderen Ereignis die Betroffenen dies per Twitter teilen, bekommt auch Google dies unmittelbar mit und kann dies entsprechend aufbereiten. In den letzten Jahren verließ Google sich da auf Google+.

Geld und Reichweite für Twitter

Laut Bericht geht es bei der Vereinbarung nicht um Werbeeinnahmen, die nach einem Schlüssel geteilt werden sollen. Google soll für den direkten Zugriff auf die Daten zahlen.

Twitter würde sich damit eine neue Einnahmequelle erschließen, gleichzeitig aber auch die Reichweite seine Dienstes erhöhen. Twitter ist zwar beliebt, wächst aber nicht so stark wie andere soziale Netzwerke. Einzelne Tweets wären für nicht-registrierte Nutzer über Google leichter zu finden.

Einige neue Funktionen

Eine ähnliche Kooperation wie mit Google hat Twitter bereits mit Bing und Yahoo. Mit Google gab es eine ähnliche Kooperation von 2009 bis 2011.

Twitter hat in letzter Zeit auch einige neue Funktionen angekündigt. So haben die Nutzer neue Möglichkeiten, Videos hochzuladen und miteinander zu kommunizieren. Twitter möchte aber auch die rein chronologische Anordnung der Tweets aufbrechen und Werbung einbetten.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang