Kurzmitteilungsdienst

Twitter-Chef hat keine Angst vor Trump

Für den US-Präsidenten Donald Trump gelten laut dem Twitter-Chef Jack Dorsey dieselben Regeln, wie für alle Nutzer. Bei einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen droht Trump ein Rauswurf bei dem Kurzmitteilungsdienst.

Twitter Zentrale© Twitter Inc.

Köln - Twitter-Chef Jack Dorsey würde nicht davor zurückschrecken, das Konto von US-Präsident Donald Trump zu sperren, wenn dieser gegen die Nutzungsregeln verstößt. "Wir wenden bei jedem Account dieselben Regeln an", sagte der 40-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er schränkte aber ein: "Wir stellen zugleich in Zusammenarbeit mit Journalisten unsere Nutzungsbedingungen in Frage, wenn es um Tweets mit Nachrichtenwert geht."

Trump setzt auf Twitter

Trump ist ein reger Nutzer des Kurznachrichtendienstes und gerät immer wieder wegen seiner umstrittenen Tweets in Kritik. Dorsey selbst hat keine Probleme damit: "Wir begrüßen jeden Spitzenpolitiker, der unseren Dienst nutzt, weil es der Welt erlaubt, sie zur Rechenschaft zu ziehen", sagte er am Rande der Digitalmesse dmexco in Köln.

Außerdem sei es bei Trump nicht so anders als bei vielen anderen Staatenlenkern in anderen Ländern, sagte Dorsey. "Ich denke, es ist wichtig, dass wir direkt von den Spitzenpolitikern hören. Trump hat seine Twitter-Nutzung nicht verändert, seit er 2012 beigetreten ist."

330 Millionen Nutzer

Dorsey hatte Twitter vor elf Jahren ins Leben gerufen. Monatlich nutzen knapp 330 Millionen Menschen den Dienst.

Marcel Petritz / Quelle: DPA

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