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Twitter beugt sich türkischer Regierung - erneut regierungsfeindlicher Account gesperrt

Erneut gibt es Ärger für Twitter-Nutzer in der Türkei. Der Account der linken, regierungskritischen Hacker-Gruppe RedHack wurde von Twitter gesperrt. Die Gruppe, die im Rahmen der Gezi-Proteste Datenbanken von türkischen Behörden manipuliert hatte, kritisierte den Schritt von Twitter.

16.07.2014, 18:31 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat in der Türkei erneut ein regierungsfeindliches Konto mit rund 760.000 Nutzern sperren lassen. Der Account der linken Hacker-Gruppe RedHack (@TheRedHack) war am Mittwoch aus der Türkei heraus nicht mehr abrufbar, aus anderen Ländern aber weiter zugänglich.

@RedHack kritisiert Sperre des Twitter-Accounts

Die Gruppe kritisierte auf ihrem englischen Konto RedHack_EN: "Unser Haupt-Account @TheRedHack ist in der Türkei blockiert worden. @Twitter beugt sich der türkischen Regierung." RedHack könne nicht zum Schweigen gebracht werden.

Ende März hatte die türkische Regierung Twitter blockieren lassen, Anfang April hob das türkische Verfassungsgericht die Twitter-Blockade aber wieder auf. Im gleichen Monat sperrte Twitter daraufhin die Inhalte von zwei regierungsfeindlichen Konten mit knapp einer Million Nutzern.

RedHack hatte eine Rolle bei den landesweiten Gezi-Protesten gegen die Regierung im vergangenen Jahr gespielt, in denen Demonstranten sich vor allem über soziale Medien wie Twitter austauschten. Die Gruppe hatte damals Internetseiten und Datenbanken von Behörden gehackt und manipuliert.

(Jörg Schamberg)

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