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TV-Sender harmonisieren Lautstärke der Programme

Die unterschiedliche Lautstärke beim Umschalten von TV-Sendern oder von TV-Werbung nervt viele Fernsehzuschauer und erfordert den häufigen Griff zur Fernbedienung. Öffentlich-rechtliche Sender und Privatsender wollen die Lautstärke künftig angleichen - dies gilt auch für die Werbung.

17.12.2011, 15:01 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Ein Ärgernis für Fernsehzuschauer soll bald ein Ende haben, der Griff zur Fernbedienung deutlich seltener werden: Bislang musste beim Umschalten auf einen anderen Sender oder beim Start eines Werbeblocks die Lautstärke immer wieder entsprechend geregelt werden. Insbesondere Werbung macht derzeit noch vielfach durch eine spürbar höhere Lautstärke auf sich aufmerksam. Nun haben sich öffentlich-rechtliche, private Fernsehsender sowie Pay-TV-Anbieter auf eine Harmonisierung der Lautstärke ihrer Programme geeinigt.

Lautstärke-Anpassung startet zur IFA 2012

In diesem Zusammenhang sollen die Lautheitsunterschiede zwischen den einzelnen Sendern verringert werden. Zum Start der Internationalen Funkausstellung IFA im nächsten Jahr sollen alle Sender in einer einheitlichen Lautstärke senden. Es soll dann hinsichtlich der Lautstärke keine Unterschiede mehr zwischen den unterschiedlichen Programmarten geben und die Regelung auch für Werbung und Programmhinweise gelten. Die Programmanbieter in Österreich und der Schweiz wollen sich anschließen und ebenfalls die Lautstärke ihrer Sender angleichen.

"Diese Harmonisierung ist ein sehr gutes Ergebnis im Interesse aller Fernsehzuschauer. Die von vielen als unangenehm empfundenen Lautheitsunterschiede gehören damit bald der Vergangenheit an", erläutert ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky.

Umstellung mit erheblichem Aufwand für TV-Sender verbunden

Dank einer neuen Generation von Mess- und Aussteuerungsgeräten lässt sich die Lautstärke am Sendeausgang auf einen definierten Wert festlegen, Zuschauer nehmen die bisherigen Sprünge in der Lautstärke nicht mehr wie bisher wahr. "Für die TV-Sender ist die Anpassung mit einem erheblichen organisatorischen, technischen und finanziellen Aufwand verbunden", macht Sebastian Artymiak, Leiter Medientechnologie des VPRT deutlich. Allerdings wird es sowohl im Programm als auch in der Werbung weiterhin dramaturgisch gewollte Unterschiede in der Lautstärke geben.

(Jörg Schamberg)

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