TV-Monitor

TV-Empfang in Deutschland: Satellit baut Vorsprung vor Kabel-TV aus

Immer mehr Deutsche setzen beim Fernsehempfang auf Sat-TV. Die Zahl der Nutzer von Kabelfernsehen ging dagegen 2017 laut Zahlen des aktuellen "TV-Monitor" zurück. Die IPTV-Nutzung konnte weiter zulegen, bleibt insgesamt aber noch relativ gering.

Jörg Schamberg, 05.04.2018, 11:34 Uhr (Quelle: DPA)
Satellitenschüssel© Alexandr Blinov / Fotolia.com

München - Die meisten TV-Zuschauer in Deutschland empfangen Fernsehen nach wie vor per Satellit. Wie der Satellitenbetreiber Astra am Donnerstag in München mitteilte, waren es Ende 2017 rund 17,72 Millionen Haushalte, 130.000 mehr als im Jahr davor. Dagegen nutzen 16,39 Millionen Haushalte Kabelfernsehen, rund 180.000 weniger als 2016. Internet Protocol Television (IPTV) legte um 300.000 auf 2,64 Millionen Haushalte zu. Die Zahlen stammen aus dem jährlichen TV-Monitor, für den das Marktforschungsinstitut Kantar TNS im Auftrag von Astra insgesamt 6.000 Haushalte befragt hat.

Ende 2017 rund 38,58 Millionen TV-Haushalte in Deutschland

Die Zahl der Haushalte in Deutschland, in denen Fernsehen geguckt wird, lag Ende 2017 bei 38,58 Millionen, das waren rund 260.000 mehr als im Jahr davor. Der Anteil der Satellitennutzer lag damit bei 45,9 Prozent, der Nutzer von Kabelfernsehen bei 42,5 Prozent. Dagegen kommt IPTV nur auf 6,8 Prozent. Die Zahl der Haushalte, die nach wie vor auf terrestrischen Empfang setzen, lag auf dem Vorjahresniveau bei nur 1,83 Millionen, das entspricht einem Anteil von 4,7 Prozent.

Dagegen wird hochauflösendes Fernsehen zunehmend genutzt. Die Zahl der HD-Haushalte stieg bundesweit von 22,54 auf 27,48 Millionen Haushalte. Damit schauten bereits 71 Prozent aller Haushalte Fernsehen in HD-Standard.

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