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TV-Aufsicht: Geldbußen für Gewinnspielsendungen

Die Aufsichtsbehörde der Landesmedienanstalten hat insgesamt 52.000 Euro an Bußgeldern verhängt sowie mehrere weitere Ordnungswidrigkeitsverfahren beschlossen.

16.09.2009, 17:16 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die Landesmedienanstalten machen ihre Ankündigung wahr, die Regelungen der neuen Gewinnspielsatzung konsequent anzuwenden. Jetzt hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) in sechs Fällen Bußgelder gegen Fernsehsender verhängt.
52.000 Euro Bußgelder
Wie die Aufsichtsbehörde mitteilt, müsse SAT.1 wegen Verstößen in seiner Sendung "Quizznight" insgesamt 40.000 Euro an Bußgeldern bezahlen, Das Vierte ("Spielmitmir", "Cashquizz") insgesamt 12.000 Euro. Darüber hinaus habe die ZAK beschlossen, gegen den Sender 9live weitere sieben Ordnungswidrigkeitsverfahren durchzuführen, an deren Ende ebenfalls Geldbußen ständen.
Beanstandet wurde unter anderem, dass Spiele erst nach viereinhalb Stunden und nicht wie in der Gewinnspielsatzung vorgegeben nach höchstens drei Stunden aufgelöst wurden. Zudem sei unzulässiger Zeitdruck aufgebaut worden oder der Schwierigkeitsgrad eines Rätsels irreführend beschrieben worden. Geahndet wurden außerdem mangelhafte Zuschauerinformationen über das Teilnahmeentgelt, Teilnahmebedingungen, die geschalteten Telefonleitungen und den Ausschluss Minderjähriger.
RTL-Sender positiv
Es sei nicht hinnehmbar, so die Kommission, wenn Verbraucher und Nutzer im Rahmen von Gewinnspielsendungen getäuscht und an der Nase herumgeführt würden. Besonders ärgerlich sei, dass einige Sender Wiederholungstäter seien und trotz intensiver Gespräche unverändert Verstöße begingen. Als positiven Lichtblick hebt die ZAK die Sender der RTL-Familie hervor, die erkennen ließen, dass sie die Vorgaben der Gewinnspielsatzung ernst nähmen.
Die Kommission für Zulassung und Aufsicht setzt sich aus den gesetzlichen Vertretern der 14 Landesmedienanstalten zusammen. Sie ist abschließend zuständig für die Zulassung bundesdeutscher Rundfunkveranstalter. In ihrer nächsten Sitzung im Oktober wird sie sich mit weiteren Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung beschäftigen.

(Michael Posdziech)

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