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TÜV Rheinland: WLAN-Netze richtig absichern

Zahlreiche Internetnutzer gehen per WLAN drahtlos ins Web. Um sich vor Gefahren zu schützen, ist die richtige Absicherung des Funknetzwerks notwendig. Der TÜV Rheinland gibt Tipps.

09.05.2010, 17:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Laut einer Umfrage des Branchenverbandes BITKOM nutzen rund 40 Prozent aller deutschen Haushalte einen Internetzugang mit WLAN-Anbindung. Auch rund 55 Prozent der Leser von onlinekosten.de gaben kürzlich bei einer Online-Umfrage an, kabellos im Internet zu surfen. Das Thema WLAN-Verschlüsselung ist damit zwar nicht neu, aber weiterhin aktuell: So warnt der TÜV Rheinland vor den unkalkulierbaren Risiken eines ungeschützten drahtlosen Funknetzwerkes und gibt Tipps zu mehr Sicherheit.

Niemals unverschlüsselt ins Netz

Eine ungesicherte WLAN-Verbindung lade praktisch jeden in Reichweite zum Missbrauch ein, warnt Klaus Rodewig, IT-Sicherheitsexperte des TÜV Rheinland. "So kann ein Eindringling etwa urheberrechtlich geschütztes Material aus dem Internet laden oder auch strafrechtlich relevante Inhalte." Dies könne für den WLAN-Betreiber nicht nur teuer werden, sondern unter Umständen sogar eine Strafanzeige, Hausdurchsuchung und die Beschlagnahme seiner Computer nach sich ziehen, so Rodewig.

Um sich zu schützen sind nur wenige Handgriffe notwendig. Bereits beim Einrichten des Drahtlosnetzwerkes sollten die Nutzer ein Routerpasswort setzen beziehungsweise das vorgegebene ändern. "Sonst haben Hacker beim Datenzugriff leichtes Spiel, etwa so, als würde man Einbrecher direkt durch die offene Haustür lassen", meint der TÜV-Experte. Grund seien die Werkseinstellungen vieler Geräte beziehungsweise Hersteller. Diese verwendeten häufig ein oder mehrere Standardpasswörter.

Ungewöhnliche Namen, lange Passwörter

Darüber hinaus empfiehlt der TÜV, bei der Namensvergabe für das Netzwerk keine kurzen oder bekannten Bezeichnungen wie WLAN oder Zuhause zu wählen. Grund: Der Netzwerkname, die sogenannte SSID (Service Set Identifier), dient je nach Verschlüsselungsart als ein Baustein der Verschlüsselung. Für die Absicherung des WLAN sollte zudem der Standard WPA2 gewählt werden. Dieser lasse sich derzeit nicht knacken, so Rodewig.

Eine Schwachstelle sei jedoch das Netzwerkpasswort, der Preshared key (PSK). "Das Passwort sollte aus zufälligen Kombinationen von Buchstaben und Zahlen bestehen und möglichst lang sein. Je länger, desto besser", empfiehlt Rodewig. Maximale Sicherheit gäbe es jedoch nur mit einer Maßnahme: dem Abschalten des Funknetzwerks bei Nichtgebrauch.

(Christian Wolf)

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