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Türkischer Premier Erdogan: Twitter ist eine Plage

Der türkische Premierminister kritisierte soziale Medien wie Twitter in einer Fernsehsendung als "schlimmste Bedrohung von Gesellschaften". Auf Twitter seien die größten Lügen zu finden.

03.06.2013, 18:11 Uhr (Quelle: DPA)
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Nach den ersten gewaltsamen Übergriffen der türkischen Polizei gegen Demonstranten in Istanbul wurde Twitter zur Informationsplattform. Massenweise berichteten die Nutzer des Kurzmitteilungsdienstes unter Hashtags wie #direngeziparki oder #geziparki von der Härte des Einsatzes der Polizei gegen die Protestierenden.

Soziale Medien als "schlimmste Bedrohung"

Demonstranten und Aktivisten nutzten zudem Twitter, um sich zu verabreden und zu organisieren. "Es gibt etwas, was sich Twitter nennt - eine Plage. Die größten Lügen sind hier zu finden", sagte der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan in einer Fernsehsendung des bekannten türkischen Journalisten Fatih Altayli am Sonntag.

"Für mich sind die sozialen Medien die schlimmste Bedrohung von Gesellschaften". Trotz seiner Kritik ist auch Erdogan im Besitz eines Twitter-Accounts und zählt mehr als 2,74 Millionen Follower. Hier wurden bereits knapp zwei Tausend Mitteilungen abgesetzt.

Die wachsende Beliebtheit von Twitter sorgt auch anderswo für Unmut: Ende März wurde bekannt, dass Saudi-Arabien Twitter-Nutzer stärker überwachen will.

(Jörg Schamberg)

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