Produktion in China

Trump will Apples neuen Mac Pro nicht von Strafzöllen befreien

Apple will den neuen Mac Pro in China produzieren lassen, weil die Infrastruktur für die Elektronik-Produktion in China besser sei. Doch damit drohen Apple Strafzölle von 25 Prozent. US-Präsident Trump will für Apple keine Ausnahme machen.

Apple Mac Pro© Apple Inc.

Washington - Apples neuer Hochleistungs-Computer Mac Pro gerät mit der geplanten Verlagerung der Produktion nach China in die Mühlen des Handelskonflikts zwischen Washington und Peking. US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, der Konzern werde keine Vergünstigung oder Befreiung von den Strafzöllen bei chinesischen Bauteilen für das Gerät bekommen. "Baut sie in den USA, keine Zölle", schrieb Trump bei Twitter. Die aktuellen Zölle können 25 Prozent zum Preis von Bauteilen oder Geräten hinzufügen.

Mac Pro soll in China statt in Texas gebaut werden

Apple hatte das erste neue Modell des Mac Pro seit sechs Jahren vor einigen Wochen vorgestellt. Dabei wurde auch bekannt, dass die neue Generation in China gebaut werden soll, statt in Texas wie das Vorgängermodell. Laut Medienberichten musste sich Apple dabei mit diversen Problemen in der Produktion herumschlagen, unter anderem weil die US-Infrastruktur für Elektronik-Produktion schlechter als in China sei.

Neuer Mac Pro kostet mindestens 5.999 US-Dollar

Apple beantragte dem Finanzdienst Bloomberg zufolge eine Befreiung von den Zöllen beim neuen Mac Pro. In dem veröffentlichten Antrag wurde der Gerätename zwar nicht genannt, aber die technischen Daten passten zur neuen Generation des Geräts. Der Computer ist vor allem für Nutzer mit extrem hohen Anforderungen etwa zur professionellen Videobearbeitung gedacht. Damit geht ein hoher Preis von mindestens 5.999 Dollar einher. Unklar ist bisher, ob Strafzölle Apple veranlassen könnten, den Preis anzuheben.

Die Apple-Aktie gab nach Trumps Tweet einen Großteil ihrer Kursgewinne im frühen US-Handel ab.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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