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Trotz Smartphones: Rekord für Festnetz-Internet

Mobilweb hin oder her: Der Deutsche Markt für Festnetz-Internet schreibt schwarze Zahlen. Viele Deutsche nutzen aber freiwillig Datenraten von weniger als 2 Megabit pro Sekunde.

14.02.2012, 11:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Noch kann das mobile Internet dem Festnetzumsatz offenbar nichts anhaben. Denn laut Branchenverband Bitkom hat der Umsatz mit statischen Web-Zugängen hierzulande einen Höchstwert erreicht. Viele Deutsche sind in Sachen Highspeed-Netz aber noch bescheiden: Den meisten reicht eine Datenrate von 2 bis 10 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Viele sind auch mit weniger zufrieden, obwohl sie mehr haben könnten.

Boom kommt aus den Wohnzimmern

Im Jahr 2011 legte der Markt mit den Festnetz-Webverbindungen um 1,8 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro zu, so der Bitkom. Der Verband beruft sich dabei auf Zahlen des Marktforschungsinstituts EITO. Prognosen zufolge soll das Plus 2012 noch steigen, und zwar um Prozent auf 13,9 Milliarden Euro.

Der Boom kommt aus den Wohnzimmern: Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Festnetz-Anschlüsse entfallen auf Zugänge für Privatkunden. 2011 gab es Bitkom zufolge rund 27,6 Millionen Breitbandanschlüsse im Festnetz. Das entspricht einem Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 87 Prozent der Anschlüsse entfallen auf DSL, die restlichen 13 Prozent auf das Kabelnetz und andere.

Jeder dritte (33,5 Prozent) Highspeed-Internetzugang liefert mehr als 10 Mbit/s pro Sekunde. Dennnoch gibt sich ein Großteil der Bundesbürger mit weniger zufrieden: Die Mehrheit der Nutzer verfügt über eine Leistung zwischen 2 und 10 Mbit/s Immerhin 12,5 Prozent der Deutschen beziehen nur 2 Mbit/s, obwohl sie eigentlich mehr haben könnten.

(Dorothee Monreal)

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