Analyse von Marktforschern

Trotz Kritik: Apple gelingt mit MacBook Pro offenbar Verkaufserfolg

Apple hat die Konkurrenz mit seinem neuen MacBook Pro im Hinblick auf die erzielten Umsätze bereits innerhalb der ersten fünf Verkaufstage deutlich abgehängt. Trotz Kritik an den verbauten Anschlüssen verkaufen sich die Apple-Notebooks gut.

Jörg Schamberg, 10.11.2016, 15:29 Uhr
Apple MacBook ProDas neue MacBook Pro.© Apple Inc.

San Mateo – Apple hatte Ende Oktober seine neuen MacBook Pro-Modelle mit 13 bzw. 15 Zoll großem Display vorgestellt. Die Apple-Notebooks sollen unter anderem mit einer multifunktionalen Touch Bar oberhalb der Tastatur punkten. Zugleich gab es aber heftige Kritik an dem US-Hersteller. Weil Apple fast nur noch auf den zu USB-Typ-C kompatiblen Thunderbolt-3-Anschluss setzt, werden hohe Kosten für neue Adapter fällig, wenn die alte Hardware weitergenutzt werden soll. Dennoch scheinen die neuen Notebooks aus Cupertino ein großer Verkaufserfolg zu werden.

Apple macht sich selber Konkurrenz

Davon gehen zumindest die Marktforscher von Slice Intelligence aus. Im Rahmen einer Marktuntersuchung unter Online-Händlern stellte das Unternehmen fest, dass die neuen Mac Book Pro-Modelle bereits in den ersten fünf Tagen der Verfügbarkeit im Online-Shop deutlich besser verkauft wurden als die Notebooks der Konkurrenz seit deren Marktstart. Lediglich das MacBook mit 12 Zoll Display, das bereits seit April 2015 erhältlich ist, sorgte für einen höheren Umsatz.

Microsoft erzielte mit Surface Book erheblich weniger Umsatz

Wie hoch die Nachfrage nach den neuen Apple-Notebooks ist, zeigt sich beispielsweise beim Blick auf die Umsätze von Microsofts Surface Book. Der US-Hersteller konnte mit seinem ersten Notebook, das seit Oktober 2015 verkauft wird, lediglich 27 Prozent des Umsatzes generieren, den Apple in innerhalb von fünf Tagen mit den neuen MacBook Pro-Modellen erwirtschaftete. Das Asus Chromebook Flip kam seit Juni 2015 lediglich auf 11 Prozent der MacBook Pro-Umsätze, der 2-in-1-Rechner von Dell (Mai 2016) sowie das Modell Lenova Yoga 900 (Oktober 2015) schafften lediglich einen Umsatz von jeweils 10 Prozent des neuen Apple-Zugpferdes.

Laut einem Bericht von "Digitimes" geht Apple selbst auch im vierten Quartal von hohen Verkaufszahlen des MacBook Pro aus. Entsprechend habe Apple die Bestellungen bei Zulieferern erheblich erhöht.

Das neue MacBook Pro mit "Touch Bar" ist in Deutschland bei Wahl der Variante mit 13-Zoll-Display für 1.999 Euro erhältlich, das Modell mit 15-Zoll-Display kostet 2.699 Euro.

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang