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Trotz Intel: Apple übertrifft die Erwartungen

Der Computerhersteller hat das zweitbeste Quartal der Firmengeschichte hinter sich: Zum Umsatz von 4,36 Milliarden Dollar trug maßgeblich der iPod bei.

20.04.2006, 17:36 Uhr
Apple© Apple

Apple hat gestern die Ergebnisse des zweiten Quartals des Geschäftjahres 2006 bekannt gegeben. Danach hat der Computerhersteller das zweitbeste Quartal der Firmengeschichte hinter sich. Bei einem Umsatz von 4,36 Milliarden US-Dollar (Q2 2005: 3,24 Milliarden) konnte Apple den Netto-Gewinn auf 410 Millionen oder 0,47 Dollar pro Aktie steigern und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.
"Sehr erfreut"
"Wir sind sehr erfreut in dem zurückliegenden Quartal den zweitgrößten Absatz in der Geschichte von Apple erzielt zu haben", so Apple-Finanzchef Peter Oppenheimer. Verglichen mit dem Vorjahr kann er eine Umsatzsteigerung von 34 Prozent und einen um 41 Prozent gewachsenen Nettogewinn verbuchen. Die Zahlen wurden bisher nur vom hervorragenden Weihnachtsgeschäft des vergangenen Quartals übertroffen.
Umsatzbringer ist der iPod. Zu Weihnachten gingen 14 Millionen digitale Musikplayer über den Ladentisch. Im Folgequartal verkaufte Apple nur noch 8,53 Millionen Stück, konnte verglichen mit dem zweiten Quartal 2005 allerdings weiter zulegen. Auch das Geschäft mit Online-Musik entwickelt sich gut und trägt mit 485 Millionen Dollar zum Umsatz bei.
Intel-Wehen
Insgesamt lieferte Apple 1,112 Millionen Computer aus. Während die Absatzahlen bei Mobilrechnern (498.000 Stück) um acht Prozent zulegen konnten, wachsen die Desktops (614.000 Stück) mit nur einem Prozent deutlich langsamer. Apple spürt hier Negativeffekte der Umstellung auf die Intel-Architektur. Gerade professionelle Anwender warten mit Investitionen in neue Hardware, bis auch die Software-Industrie den Switch nachvollzogen hat. Apple-Boss Steve Jobs ist dennoch zuversichtlich: "Der Umstieg auf die Intel-Prozessoren läuft äußerst zufriedenstellend und unser Musik-Business blickt auf ein weiteres Quartal mit außergewöhnlichem Wachstum zurück."
Apple ist im laufenden Geschäftsjahr noch auf den Erfolg des iPod angewiesen. Der Wechsel auf Intel und die Öffnung der Plattform für das Betriebssystem Windows XP dürfte also auch ein Versuch sein, das Kerngeschäft zu stimulieren und sich von der Abhängigkeit vom iPod zu befreien. Denn die Erfolgsstory des schicken Music-Players wird nicht ewig währen.
Im Laufe des Jahres werden weitere Apple-Rechner mit Intel-Prozessor erwartet, so der iBook-Nachfolger MacBook.

(Volker Briegleb)

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