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Trotz Hacker-Attacken: Deutsche bleiben Passwort-Schluderer

Jeder kennt die Gefahren - aber am Verhalten der Internet-Nutzer ändert es nicht viel: Die Deutschen sind und bleiben Passwort-Muffel. Jeder Vierte bleibt dem persönlichen Geheimcode sogar ein Internet-Leben lang treu.

23.04.2014, 10:01 Uhr (Quelle: DPA)
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Viele Internetnutzer beachten grundsätzliche Sicherheitstipps nicht. Nahezu jeder vierte Internetnutzer in Deutschland (23 Prozent) wechselt nie die Passwörter für Online-Dienste, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Trotz zahlreicher Berichte über Hacker-Attacken und Datendiebstahl hat sich daran offenbar seit 2010 nicht viel geändert.

"Heartbleed" hat nicht viel bewegt

Ein Drittel (34 Prozent) verwendet nicht für jeden Dienst ein eigenes Passwort, wie es die Fachleute empfehlen. Wenn ein Dienst Opfer eines Hackerangriffs wird oder eine Sicherheitslücke aufweist, können Angreifer sich mit denselben Daten in diesem Fall möglicherweise Zugang zu weiteren Online-Profilen der Nutzer verschaffen.

Auch die schwerwiegende Sicherheitslücke "Heartbleed" bewog nur ein Drittel der Nutzer zum Wechsel ihrer Passwörter. Die Schwachstelle "Heartbleed" in der Sicherheitssoftware OpenSSL war vor zwei Wochen bekannt geworden. Sie erlaubte es Angreifern, sensible Informationen von Online-Diensten abzugreifen - darunter auch Passwörter.

Um die Lücke zu schließen, mussten Betreiber von Webseiten mit OpenSSL die Software aktualisieren. Danach sollten Nutzer ihre Passwörter wechseln, rieten Experten und Internetdienste. Zum Zeitpunkt der Befragung zwischen dem 15. und 17. April war die Schwachstelle seit gut einer Woche bekannt. YouGov befragte 1.060 Internetnutzer.

(Dorothee Monreal)

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