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Trotz Boykott-Aufrufen gegen Mozilla: Neuer Chef will nicht zurücktreten

Der wegen seiner Position zu gleichgeschlechtlichen Ehen umstrittene Chef des Firefox-Entwicklers Mozilla will nicht zurücktreten. Das sagte Brendan Eich in einem Interview mit dem Tech-Blog "CNET".

02.04.2014, 10:01 Uhr (Quelle: DPA)
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Der wegen seiner Position zu gleichgeschlechtlichen Ehen umstrittene Chef des Firefox-Entwicklers Mozilla will nicht zurücktreten. Überzeugungen wie diese sollten grundsätzlich keine Rolle spielen, argumentierte Brendan Eich in einem am späten Dienstag veröffentlichten Interview mit dem Technologieblog "CNET". Er sieht durch die Debatte Mozilla und Firefox bedroht.

Entwickler-Boykott und Aufrufe im Netz

Die Mozilla Corporation entwickelt den populären Web-Browser Firefox und das neue Smartphone-System Firefox OS. Eich hatte 2008 einen Gesetzentwurf gegen gleichgeschlechtliche Ehen in Kalifornien mit 1.000 Dollar finanziell unterstützt. Nach seiner Ernennung zum neuen Chef der Mozilla Corporation kündigte der Software-Entwickler Rarebit an, Mozilla zu boykottieren.

Die Dating-Website OKCupid rief ihre Kunden auf, andere Browser zu nutzen. Mehrere Mozilla-Mitarbeiter riefen ihren Chef öffentlich zum Rücktritt auf. Eich hatte in einem Blog-Eintrag nach seiner Berufung die Gleichbehandlung von allen versprochen.

(Christian Wolf)

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