Security

Trojaner greift Anti-Spyware-Tool von Microsoft an

BackAsh.A soll Online-Banking-Kennwörter von ahnungslosen Windows-Nutzern klauen.

10.02.2005, 13:43 Uhr
Microsoft© Microsoft

Und schon wieder sorgt ein trojanisches Pferd für Aufregung. Die Experten von Sophos haben ein neues Schadprogramm entdeckt, das die noch in der Betaphase befindliche Anti-Spyware-Lösung von Microsoft angreift.
Wohl nur der Anfang
Der Trojaner BankAsh.A ist dazu programmiert worden, Online-Banking-Kennwörter von ahnungslosen Windows- Anwendern zu stehlen. Zusätzlich deaktiviert BankAsh-A das Programm Microsoft AntiSpyware. Die Software steht derzeit als Beta-Download auf der Microsoft-Website zur Verfügung. Das Ziel des Trojaners ist es, die Warnungen von Microsoft AntiSpyware zu unterdrücken, während alle Dateien im Programme-Ordner gelöscht werden. Es ist zu erwarten, dass dies nur der Anfang weiteren Übels ist. Weitere Schadprogramme könnten schon dann folgen, wenn Microsoft sein Anti-Spyware-Produkt offiziell einführt.
Bankdaten sichern
Sophos-Experten warnen davor, dass der Trojaner nicht nur das Anti-Spyware-Produkt von Microsoft deaktiviert, sondern auch Kunden von Online-Banken in Großbritannien wie Barclays, Cahoot, Halifax, HSBC, Lloyds TSB, Nationwide, NatWest und Smile als Ziel hat. "Kriminelle schreiben verstärkt Schadsoftware, mit der Bankkontodaten von nichtsahnenden Computeranwendern gestohlen werden können", so Graham Cluley von Sophos.
Alle Internetnutzer sollten sicherstellen, dass ihre Computer mit aktueller Software vor Viren, Spam und schädlicher Spyware geschützt sind.

(Hayo Lücke)

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