Security

Trojaner bekämpfen Würmer

Wurden von Panda Software 2004 immerhin gut 24 Prozent der schadhaften E-Mails als Trojaner indentifiziert, sind es heute doppelt so viele.

30.05.2006, 08:55 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Das Internet: unendliche Weiten, viel Spaß, aber auch Gefahren. Viren, Würmer und Trojaner können das Internet-Vergnügen ganz schnell zu einer frustrierenden Angelegenheit machen. Dann nämlich, wenn sie sich auf dem heimischen Rechner einnisten und für möglicherweise großen Schaden sorgen. Die Sicherheits-Experten von Panda-Software haben jetzt neue Statistiken vorgelegt, die belegen, dass sich in den vergangenen Jahren bei der Art der verbreiteten Malware Änderungen ergeben haben. Demnach breiten sich Trojanische Pferde kontinuierlich auf Kosten von digitalem Würmern aus.
Angriff auf die Würmer
Während in früheren Zeiten vor allem Würmer für explosionsartige Verbreitungen von schadhaften Codes verantwortlich waren, werden momentan die Hälfte aller Infektionen von listigen Trojanern verursacht. 2004 betrug der Anteil von Würmern noch 34,7 Prozent, über 10 Prozent mehr als die Trojaner-Quote mit 24,3 Prozent. Die signifikante Wende kam schon im vergangenen Jahr: 25,6 Prozent Würmer standen damals einer Übermacht von 40,3 Prozent Trojanern gegenüber. Dieser Trend hat sich auch im laufenden Jahr nicht nur kontinuierlich gehalten, sondern mit einer Prozentzahl von 47,8 weiter entwickelt. Würmer hingegen kommen momentan mit 17,1 Prozent an den Spitzenreiter nicht einmal annähernd heran.
Diese Zahlen stehen in einem direkten Verhältnis zu den Absichten von Malware-Programmierern. "Trojaner sind extrem wandelbare und vielseitige Schädlinge. Sie können so konstruiert werden, dass infizierte Rechner keinen Hinweis auf einen Eindringling liefern (Backdoor Trojaner) und sie so verdeckt nach vertraulichen Daten ermitteln, Systemveränderungen vornehmen oder auf gefälschte Webseiten zugreifen können - die Variationsbreite der Trojaner ist umfangreich und von großem finanziellem Interesse für Hacker. Würmer dagegen sind für gewöhnlich leicht zu erkennen und ziehen sowohl die Aufmerksamkeit der User als auch die der Medien auf sich", verdeutlicht Luis Corrons, Direktor der PandaLabs die veränderte Malware-Situation.

(Hayo Lücke)

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