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Trekstor meldet Insolvenz an

Update: Der Hersteller von Lifestyle-MP3-Playern ist zahlungsunfähig. Beim Amtsgericht Darmstadt wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Geschäftsbetrieb soll erhalten bleiben.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com
Mit dem Verkauf von 10,2 Millionen iPods hat Apple zwischen April und Juni wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es noch immer möglich ist, MP3-Player an den Mann und die Frau zu bringen. Ganz anders sieht die Gefühlslage im südhessischen Lorsch aus. Dort musste die ansässige Trekstor GmbH eingestehen, dass es mit der Zahlungsfähigkeit alles andere als gut bestellt ist. Das Unternehmen meldete beim Amtsgericht Darmstadt die Einleitung eines Insolvenzverfahrens an.

Details noch Mangelware

Laut einer Mitteilung des Gerichts sei der Antrag am Dienstag eingereicht worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Jan Markus Plathner aus Frankfurt bestellt worden. Zu seinen Aufgaben wird nun gehören, sich ein genaues Bild von der Finanzsituation bei Trekstor zu machen und mögliche Lösungen aus den finanziellen Schwierigkeiten zu erarbeiten. Weitere Details zu den möglichen Folgen konnte eine Unternehmenssprecherin am Mittwochmorgen noch nicht nennen.


Erste Konsequenzen wurden offenbar aber schon gezogen. Nach derzeitigem Stand wird Trekstor mit keinem Stand auf der Anfang September startenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin vertreten sein. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen auf einer Bühne am eigenen Messestand unter anderem noch die Casting-Band "No Angels" und "Poptitan" Dieter Bohlen präsentiert.

Update 13:40 Uhr: Alles soll weitergehen wie gewohnt

Am Mittag gab Trekstor bekannt, das Ziel zu verfolgen, den Betrieb zu sanieren und erfolgreich in die Zukunft zu führen. So sei bereits Kontakt zur Hausbank (Dresdner Bank) aufgenommen worden, um die Möglichkeiten einer Finanzierung für das laufende Geschäft zu prüfen. Ein Großteil der Lieferanten und Kunden habe dem Unternehmen die Unterstützung zugesichert. Die Arbeitsplätze sollen gesichert und der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden. Das könne aber nur gelingen, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten. An der Produktion am Unternehmenssitz will man festhalten.

(Hayo Lücke)

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