News

"Touch Wood": Öko-Handy aus Restholz

Es muss nicht immer ein Alu- oder Kunststoffgehäuse sein. Der japanische Mobilfunker NTT Docomo hat einen Handy-Prototypen mit einem Gehäuse aus Zypressen-Holz entwickelt.

26.09.2009, 15:01 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Aktuelle Handys verfügen in der Regel über ein Aluminium- oder Kunststoffgehäuse. Doch es geht auch umweltschonender - und schöner. Der japanische Mobilfunknetzbetreiber NTT Docomo hat in Zusammenarbeit mit Sharp und Olympus einen Mobiltelefon-Prototypen entwickelt, der ein Gehäuse aus Holz besitzt. Das Modell soll unter anderem auf der ITU Telecom World 2009 Anfang Oktober in Genf präsentiert werden.
Überschüssiges Holz der Forstwirtschaft
Docomo nutzt allerdings nicht beliebiges Holz für die Handyherstellung. Verwendung finden ausschließlich Stämme, die durch Ausdünnen von Wäldern durch die Forstwirtschaft als Überschuss übrig bleiben. Dieses Restholz findet gewöhnlich kaum kommerzielle Verwendung. Bislang hat Docomo nur auf Holz aus einem von der Wiederaufforstungsorganisation More Trees verwalteten Waldgebiet zurückgegriffen. Es wurden also keine zusätzlichen Bäume für die Gehäusefertigung gefällt.
Widerstandsfähiges Zypressenholz mit Spezialpressung
Als Grundlage für das Touch Wood genannte Öko-Handy dient nur das besonders widerstandsfähige Zypressenholz. Docomo nutzt ein spezielles von Olympus entwickeltes Verfahren zum dreidimensionalen Pressen des Holzes. Dieses macht das Handy-Holzgehäuse widerstandsfähig gegen Wasser, Insekten und Schimmel. Jedes Touch Wood-Mobiltelefon sei durch seine individuelle Holzmusterung und Farbe einzigartig. Auf die Verwendung von künstlichen Farbstoffen habe Docomo verzichtet. Der spezielle Glanz des Handys entstehe bei dem Pressverfahren. Das Unternehmen machte jedoch keine Angaben dazu, ob und zu welchem Zeitpunkt das Holz-Handy in Serie gehen wird.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang