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Toshiba und Epson wollen mit eigenen Datenbrillen gegen Google Glass antreten

Googles Computerbrille Google Glass bekommt Konkurrenz aus Japan: Toshiba und Epson präsentierten eigene Datenbrillen, die aber auf einen anderen technischen Ansatz setzen.

09.10.2014, 10:28 Uhr (Quelle: DPA)
Google© Google

Auf der Elektronikmesse Ceatec haben japanische Konzerne ihre Gegenentwürfe zur umstrittenen Datenbrille Google Glass vorgestellt. Toshiba und Epson präsentierten ihre Modelle, die sich technisch erheblich von dem Google-Entwurf unterscheiden. Während Google Glass im Kern aus einem kleinen Display am oberen Brillenrand besteht, setzen die Japaner auf Vollglas-Brillen, die das gesamte Blickfeld des Anwenders einnehmen.

Fokus auf Geschäftskunden

"Toshiba Glass" soll vor allem Geschäftskunden ansprechen. So könne man sich gut einen Einsatz im Krankenhaus, auf Baustellen oder bei der Polizei vorstellen, sagte ein Firmensprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Chiba. Bei der Toshiba-Brille handelt es sich noch um einen Prototypen. So bezieht die Brille Strom und Daten über ein USB-Kabel, das an ein Smartphone oder Tablet-Computer angeschlossen wird.

Epson bietet dagegen mit seiner Moverio BT-200 schon ein Nachfolgemodell zu einer ersten Datenbrille an. Auch hier sollen Profianwendungen im Vordergrund stehen. Epson-Datenbrillen kommen unter anderem am UniversitätsSpital Zürich zum Einsatz. Patienten erhalten dort im Computertomographen ihre eigenen Atemzüge über die Datenbrille dargestellt, um störende Einflüsse der Atembewegungen zu minimieren.

Google hatte seine Datenbrille Glass ursprünglich für ein breites Publikum konzipiert. Nach Protesten von Datenschützern und negativen Reaktionen in der Öffentlichkeit hatte der Konzern zuletzt aber Geschäftsanwendungen betont, die mit Google Glass möglich seien, etwa die Unterstützung von Flugzeugmechanikern bei ihrer Arbeit.

(Jörg Schamberg)

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