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Toshiba Encore-Tablet mit Windows 8.1 ab 299 Euro: Angriff im 8-Zoll-Markt

Ein Publikumsmagnet unter den Toshiba-Produkten auf der IFA ist das Encore: Das kleine und günstige Windows-Tablet ist lüfterlos und bietet eine 8-Zoll-Kamera. Wir konnten bereits ein Vorseriengerät ausprobieren.

05.09.2013, 12:51 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Einen Tag vor dem offiziellen Start der IFA in Berlin hat Toshiba seine neuen Produkte präsentiert - darunter auch das Toshiba Encore. Es ist das erste 8-Zoll-Tablet des japanischen Herstellers und auch sein bislang kleinstes mit Windows-Betriebssystem. Mit einem Startpreis von nur 299 Euro prescht Toshiba vor, hat an den wichtigen Punkten aber dennoch nicht gespart. Wir konnten bereits ein Vorseriengerät ausprobieren.

Für das Sofa und den Job

Das Toshiba Encore wird gleichermaßen für Privatanwender zur Unterhaltung als auch für den produktiven Einsatz in Stellung gebracht. Windows 8, das bereits in der aktualisierten Fassung 8.1 zum Einsatz kommen wird, hat Toshiba daher um eine vorinstallierte Vollversion des Microsoft Office-Pakets in der Fassung Home & Stunden 2013 ergänzt. So lassen sich an dem etwa 213 x 136 x 10,7 Millimeter großen Tablet-PC auch Präsentationen bearbeiten oder Word-Dokumente erstellen. Erledigt wird das über einen 8 Zoll großen Touchscreen mit 5-Punkt-Erkennung, eine Stifteingabe hat Toshiba vorerst nicht vorgesehen. Als Display hat der Hersteller ein HFFS-Exemplar ausgewählt, das nicht nur auch von der Seite aus betrachtet ein stabiles Bild anzeigt, sondern auch 400 Candela pro Quadratmeter hell ist. Mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten ist es aufgrund des kleinen Formats außerdem scharf und mit 800:1 auf den ersten Blick auch kontraststark.

Das Tablet an sich ist gerade noch schmal genug, um in einer Hand gehalten und mit der anderen Hand bedient werden zu können. Nur bei sehr kleinen Händen könnte das schwierig werden, wie wir beim Test am Toshiba-Stand bemerkt haben. Der Vorteil der nicht zu schlanken Bauweise ist eine hohe Stabilität; bereits das Muster machte den Eindruck, dass es auch in einer vollen Tasche nicht anfällig ist.

Lüfterlos durch Intel Atom

Lüfterlos ist das Encore deshalb, weil es von einem Intel-Atom-Prozessor der nächsten Generation angetrieben wird. Über dessen Performance lässt sich mangels eines Gerätes mit Serienreife noch keine Aussage treffen. Die Navigation über die Kachel-Oberfläche von Windows verlief aber flüssig. Unterstützt wird zudem eine Internetverbindung im Standby-Betrieb für rasche Updates. 2 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und eine eMMC mit 32 oder 64 GB runden das Innenleben des des Windows-Tablets ab. Auffällig für diese Preisklasse: Toshiba setzt auf eine rückwärtige 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus. Für Videokonferenzen ist eine 2-Megapixel-Webcam verbaut, außerdem zwei Mikrofone, um die Sprachqualität zu verbessern und Hintergrundgeräusche herauszufiltern.

GPS und ein Licht- und Lagesensor sind mit von der Partie, ebenso eine Kopfhörerbuchse, Bluetooth sowie jeweils im Micro-Format USB 2.0, HDMI und ein Kartenleser. Über die USB-Schnittstelle lassen sich dann auch weitere Geräte anschließen. Für die Nutzung zuhause lockt das Unternehmen mit einem sechsmonatigen Gratis-Zugriff auf den Xbox Musik-Streaming-Dienst mit 20 Millionen Titeln. Per Xbox SmartGlass wird das Encore zudem zum Zusatz-Display oder Controller für die Xbox.

Start im vierten Quartal

Das Encore wird noch im vierten Quartal dieses Jahres als WLAN-Variante (Dual-Band) starten. Mit 64 GB Speicherplatz steigt der Preis von 299 auf 349 Euro. Als Zubehör ist eine gut gepolsterte Hülle erhältlich, in der sich das Tablet hochkant oder auch quer aufstellen lässt.

Windows RT steht für Toshiba zunächst nicht im Fokus, wie Ulrich Jäger, Product Marketing Manager bei Toshiba Europe, im Gespräch mit onlinekosten.de kommentierte. Die Android-Klasse wurde erst kürzlich um die Excite-Tablets in drei Versionen erweitert - mit 10-Zoll-Display.

(Saskia Brintrup)

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